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Pätzold zieht Steelers den Zahn

Rückschlag im Kampf um das Play-off-Heimrecht: Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers unterlag trotz klarer Überlegenheit dem EV Landshut auf eigenem Eis mit 2:3.

Harte Arbeit: Steelers-Stürmer Brett Breitkreuz (links) im Duell mit Stephan Kronthaler und EVL-Keeper Dimitri Pätzold.Foto: Baumann
Harte Arbeit: Steelers-Stürmer Brett Breitkreuz (links) im Duell mit Stephan Kronthaler und EVL-Keeper Dimitri Pätzold. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Keine Neuigkeiten aus dem Steelers-Lazarett: Wie bereits in den vergangenen Wochen standen Nikolai Goc, Benjamin Zientek, Tim Schüle und Yannick Wenzel auch gestern nicht zur Verfügung.

Landshut, das am Montag mit einem 4:2-Sieg in Frankfurt überraschte, hat für die nächste Saison bereits zwei Leistungsträger von den Tölzer Löwen unter Vertrag genommen: DEL-2-Topscorer Marco Pfleger und Verteidiger Andreas Schwarz sollen helfen, dass der Ex-Bundesligist wieder eine bessere Rolle spielen kann.

Mit der engmaschigen Defensive der Gäste hatte Bietigheim gestern zunächst so seine Schwierigkeiten. Hochwertige Torchancen blieben Mangelware. Evan Jasper verfehlte in der 9. Minute das Tor aus kurzer Distanz. Alles andere wurde eine sichere Beute für Landshuts Keeper Dimitri Pätzold.

Bietigheim schaltete im zweiten Drittel einen Gang höher. Riley Sheen blieb im Powerplay an Pätzold hängen (21.), auf der anderen Seite schlugen die Gäste in der 27. Minute eiskalt zu durch Lukas Mühlbauer, der Torhüter Jimmy Hertel überlistete. Die Steelers antworteten auf den überraschenden Rückstand mit wütenden Attacken, fanden aber in Pätzold immer wieder ihren Meister. Erst in der 35. Minute war der Bann gebrochen. Auf Vorlage von Robin Just vollendete Alex Preibisch zum 1:1-Ausgleich.

Doch als Just und Priebisch zwei Minuten später gemeinsam auf der Strafbank saßen, fackelte der EVL nicht lange und kam durch Marcus Power zur 2:1-Führung. Eine weitere doppelte Überzahl nutzte Topscorer Zach O’Brien nur 77 Sekunden später zum 3:1. Den Rückstand nach zwei Dritteln hatten sich die Bietigheimer zum größten Teil selbst zuzuschreiben.

Landshut legte seinen Schwerpunkt im dritten Spielabschnitt weiter auf solide Defensivarbeit sowie auf gelegentliche Konter. Die Gastgeber mussten ein dickes Brett bohren und belohnten sich in der 55. Minute mit dem 2:3-Anschlusstreffer durch Jasper. Zwar tanzte der Puck in der 58. Minute noch einmal auf der Torlinie und zweimal in den letzten Minuten wurde der Videobeweis zu Rate gezogen, doch Landshut brachte den Vorsprung über die Zeit und durfte sich am Ende beim überragenden Pätzold bedanken.

Für die Steelers geht es am morgigen Sonntag um 17 Uhr mit dem Gastspiel bei den Dresdner Eislöwen weiter.

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