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Deutsche Eishockey-Liga 2

Steelers entgleitet 2:0-Führung

Die Formschwankungen bleiben eine Konstante beim Eishockey-Zweitligisten Bietigheim Steelers. Gegen die Tölzer Löwen verspielte man eine 2:0-Führung und unterlag mit 2:3 nach Penaltyschießen.

Hängt sich rein: Yannick Wenzel (Steelers, links) im Duell mit dem Tölzer Matt MacKenzie.Foto: Baumann
Hängt sich rein: Yannick Wenzel (Steelers, links) im Duell mit dem Tölzer Matt MacKenzie. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Bereits am morgigen Sonntag treffen beide Teams erneut aufeinander: Diesmal um 18.30 Uhr in Bad Tölz.

Die Tölzer Löwen hatten ihren Kader zuletzt noch einmal neu justiert. Trainer Kevin Gaudet, der in den vergangenen Jahren mit den Steelers große Erfolge feierte, verstärkte sein Team mit dem Ex-Bietigheimer Mark Heatley, der die Offensive beleben soll. Auf der Torhüterposition verpflichteten die Löwen zudem Maximilian Franzreb, der seinen Vertrag beim DEL-Club Eisbären Berlin aufgelöst hat und in seine Geburtsstadt zurückgekehrt ist.

Bei den Steelers kehrte nach einer einmonatigen Zwangspause wegen einer leichten Gehirnerschütterung Stürmer Lukas Laub aufs Eis zurück. Weiter auf der Verletztenliste standen dagegen noch Dennis Swinnen und Norman Hauner.

Die erste Großchance der Gastgeber vergab Guillaume Leclerc, der in der 5. Minute mit einem Penaltyschuss an Franzreb scheiterte. Beide Teams kamen vor 2850 Zuschauern in der Ege Trans-Arena nur schwer in Fahrt, den Aktionen in der Angriffszone fehlte häufig die letzte Konsequenz. Dafür wirkten die Steelers in der Defensive stabiler als beim bitteren 1:7 am Montag gegen Spitzenreiter Kassel.

Sieben Sekunden vor Ende des ersten Drittels zündete dann doch noch das Bietigheimer Powerplay: Yannick Wenzel fand die Lücke zum 1:0 nach Vorarbeit von Rene Schoofs und Benjamin Zientek. Mit einer Energieleistung legte Zientek in der 25. Minute zum 2:0 nach. Sein Schlenzer überwand Franzreb, als eine Strafe gegen den Tölzer Heatley gerade abgelaufen war. Auf der anderen Seite erwies sich Cody Brenner als sicherer Rückhalt für die Steelers, die in der 33. Minute das 3:0 durch Zientek verpassten und auch danach einige Chancen liegen ließen. Das sollte sich wie so oft rächen. Die Löwen waren nach 39 Minuten wieder im Spiel, als Manuel Edfelder seine gute Position zum Anschlusstreffer nutzte. Brenner war beim 1:2 machtlos.

Die Löwen hatten nun Oberwasser und glichen in der 42. Minute durch Max French zum 2:2 aus, als der Puck im Zeitlupentempo über die Torlinie rutschte. Jetzt spielten auch die Nerven eine Rolle. Beide Mannschaften vermieden das volle Risiko und lauerten eher auf Fehler. In der 57. Minute blieb Brenner Sieger beim Penalty von Stefan Reiter, so dass es in die Verlängerung ging.

In der Overtime setzte es dann den letzten Nackenschlag für die Steelers, denn 47 Sekunden vor Ende traf Max French zum 3:2-Sieg für die Tölzer Löwen. Ein bitterer Abend für die Schwaben.

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