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Steelers kommen mit blauem Auge davon

Beim 4:3-Derbysieg gegen die Heilbronner Falken verspielt der Tabellenführer fast noch eine 4:0-Führung

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Derby-Fight: Heilbronns Marcus Götz (links) versucht Steelers-Stürmer Benjamin Zientek aufzuhalten.Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Das Derby war nach 28 Minuten eigentlich so gut wie entschieden, doch Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen machte es gestern Abend noch einmal unnötig spannend. Die Steelers retteten schließlich den 4:3-Sieg gegen den Erzrivalen Heilbronner Falken mit Mühe und Not über die Ziellinie.

Dabei sah vor der stolzen Kulisse von 4012 Zuschauern in der Ege Trans-Arena zunächst alles nach einer – von vielen wohl auch erwarteten – einseitigen Angelegenheit aus. Tabellenführer Bietigheim hatte gegen die um den Anschluss an die Play-off-Plätze kämpfenden Unterländer alles im Griff.

Zwei Drittel lang war es eine Demonstration der Stärke des Teams von Trainer Kevin Gaudet, das bislang alle zehn Heimspiele für sich entschieden hatte. Bereits in der 3. Minute überraschte Matt McKnight Falken-Keeper Andrew Hare mit einem Schuss aus halbrechter Position, der zum 1:0 einschlug.

In der 18. Minute packte dann Norman Hauner ein Pfund aus und durfte sich mit seinen Assistenten Tyler McNeely und Shawn Weller über das 2:0 freuen. Der Spitzenreiter, der am Freitag einen 2:0-Arbeitssieg bei Aufsteiger Bad Tölz verbucht hatte, ließ auch im zweiten Drittel nicht locker und legte gegen die oft überfordert wirkenden Gäste nach. In der 22. Minute war Hauner einmal mehr der Falken-Abwehr entwischt und erhöhte auf 3:0. Als McKnight in der 28. Minute im Powerplay das 4:0 gelang, reichte es Falken-Coach Gerhard Unterluggauer. Er nahm Torhüter Hare vom Eis und gab Leon Frensel eine Chance, der seinen Kasten sauber halten sollte.

Heatley setzt ein Signal

Praktisch mit der Sirene zur zweiten Pause verkürzte der Ex-Bietigheimer Mark Heatley auf 4:1. Heilbronn wirkte nun bissiger und engagierter und wurde belohnt. Innerhalb von 20 Sekunden verkürzten Kevin Lavallee und Kyle Helms auf 4:3 – und es waren noch knapp fünf Minuten zu spielen.

Als Alexander Preibisch auch noch eine Zwei-Minuten-Strafe kassierte (57. Minute), drohte plötzlich eine Verlängerung. Doch der Vizemeister kam mit einem blauen Auge davon und verteidigte seinen Heimnimbus – wenn auch mit Glück und Geschick.