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Steelers rutschen bei den Eispiraten aus

Bietigheimer Eishockey-Zweitligist kassiert beim 2:3 in Crimmitschau die erste Saisonniederlage

crimmitschau/bietigheim-Bissingen. . Nach drei Siegen zum Saisonstart erwiesen sich die Eispiraten Crimmitschau als erster Stolperstein für Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen, der gestern vor 1535 Zuschauern im Sahnpark mit 2:3 die erste Niederlage kassierte.

In Crimmitschau gerieten die Steelers nach 12 Minuten in Rückstand, als Carl Hudson ein Powerplay zum 1:0 für die Gastgeber nutzte. Torhüter Sinisa Martinovic war machtlos.

Bietigheim kam nun besser ins Spiel und wurde zwei Minuten vor der ersten Drittelpause mit dem Ausgleich zum 1:1 belohnt. Eine tolle Kombination über Benjamin Hüfner und Freddy Cabana schloss Benjamin Zientek erfolgreich ab.

Die Schwaben hatten danach Pech mit zwei Pfostentreffern, schlugen dann aber in Überzahl erneut zu. In der 48. Minute profitierte Marcus Sommerfeld beim 2:1 von der Vorarbeit von Willie Corrin und Matt McKnight.

Crimmitschaus Antwort ließ nur 27 Sekunden auf sich warten, dann hatte Christian Hilbrich zum 2:2 Maß genommen. In der 55. Minute legte erneut Hudson im Powerplay zum 3:2 nach. Ein Treffer, von dem sich Bietigheim nicht mehr erholte.

Beim 4:2-Sieg am Freitagabend auf eigenem Eis gegen den ESV Kaufbeuren sah Trainer Hugo Boisvert viel Licht, aber zeitweise auch Schatten bei seinem Team. Die Mischung im Kader stimmt aber offenbar wieder, wie auch schon in den vergangenen Jahren. Die Neuzugänge wie beispielsweise die Abwehrstrategen Nikolai Goc und Willie Corrin, machen einen starken Eindruck und sollten in der Defensive die Abgänge von Leistungsträgern wie Dominic Auger und Adam Borzecki kompensieren können.

Beeindruckend war die Effektivität der Steelers, mit der man den hoch gehandelten Gästen aus dem Allgäu zunächst den Schneid abkaufte und im ersten Drittel innerhalb von nur sechs Minuten dreimal traf. „Da waren wir sehr konsequent“, untertrieb Boisvert fast noch, während sein Kaufbeurer Kollege Andreas Brockmann schon eine Vorahnung hatte: „Drei Chancen, drei Tore. Ich habe davor gewarnt, denn Bietigheim hat die Spieler, um eiskalt zuzuschlagen.“

Nachdem der ESV im Powerplay plötzlich auf 3:2 verkürzt hatte, machte schließlich Steelers-Stürmer Benjamin Zientek mit dem 4:2 den Sack zu. Das Happy End hätte allerdings ausbleiben können, wenn Keeper Ilya Sharipov nicht einen Sahnetag erwischt hätte. Boisvert: „Sharipov war der Unterschied. Er war sehr gut, das hat mir gefallen.“ Bietigheims neuer Trainer merkte allerdings auch kritisch an: „Das zweite Drittel ist derzeit unser Problem, denn da dürfen wir unser Spiel nicht einfach so ändern.“