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Deutsche Eishockey Lliga 2

Steelers-Urgestein Rene Schoofs: „Aufstieg wäre absolute Krönung“

Zum achten Mal seit 2009 haben die Bietigheim Steelers das Finale der zweithöchsten deutschen Eishockey-Spielklasse erreicht. Steelers-Urgestein Rene Schoofs war jedes Mal dabei und könnte jetzt seine Karriere mit dem Aufstieg in die DEL krönen.

Außer Rand und Band: Die Steelers (im Hintergrund Co-Trainer Fabian Dahlem) nach dem Finaleinzug am Dienstag in Freiburg.Foto: Eibner
Außer Rand und Band: Die Steelers (im Hintergrund Co-Trainer Fabian Dahlem) nach dem Finaleinzug am Dienstag in Freiburg. Foto: Eibner

Bietigheim-Bissingen. „Das ist schon ein Riesenprivileg, achtmal in einem Finale dabei sein zu dürfen“, sagte der 36-jährige Schoofs im Gespräch mit der Ludwigsburger Kreiszeitung vor dem ersten Finalduell mit den Kassel Huskies am heutigen Freitag um 19.30 Uhr in der Kasseler Eissporthalle. „Und ein Aufstieg wäre natürlich die absolute Krönung.“

Voraussetzung dafür sind drei Siege in den Play-off-Endspielen gegen die Hessen, die sich ebenso wie die Steelers für den Sprung in die Eliteliga beworben haben. Während Bietigheim im Viertelfinale und im Halbfinale gegen Frankfurt und Freiburg jeweils über die volle Distanz von fünf Spielen gehen musste, machten die Huskies zunächst kurzen Prozess mit den Heilbronner Falken (6:4, 8:2, 9:6) und mussten danach auch gegen Ravensburg nur dreimal antreten, da die Towerstars nach einem Coronafall Spiel vier nicht mehr bestreiten konnten.

Haben die Steelers noch genügend Sprit im Tank? „Auf jeden Fall, wir sind fit, auch wenn die Serien länger als erhofft gedauert haben“, gibt sich Schoofs, der als Allrounder wieder eine Rolle in der Abwehr übernommen hat, zuversichtlich. „Aber Kassel ist noch mal eine andere Nummer.“

Als starker Rückhalt hat sich in den Play-offs der erst 19 Jahre alte Torhüter Leon Doubrawa erwiesen, dem nach der Verletzung von Jimmy Hertel der Sprung ins kalte Wasser glückte. „Er macht einen Wahnsinnsjob und hat eine tolle Entwicklung genommen, die man schon im Training beobachten konnte“, lobt Schoofs die Nummer 70. „Er strahlt Ruhe aus und gibt uns Sicherheit.“

Auch Geschäftsführer Volker Schoch sieht Doubrawas Auftritte mit Wohlwollen, betont aber auch: „Die Mannschaft hat sich auf diesen Torhüter eingestellt.“ Schoch schiebt Kassel die klare Favoritenrolle zu: „Die Huskies haben ihre Ziele noch nicht erreicht, wir können nur gewinnen. Unser System funktioniert, ich bin sehr stolz auf das Team.“

Dem konnte sich Trainer Daniel Naud am Dienstagabend nach dem 4:2-Sieg in Freiburg nur anschließen: „Ich kann meiner Mannschaft nur gratulieren. Sie hat den Plan 60 Minuten lang eingehalten und verdient gewonnen.“ Von Norman Hauners Treffer zum 3:2, der den Steelers das Tor zum Finale öffnete, zeigte sich nicht nur Schoch mächtig beeindruckt: „Ein außergewöhnliches Tor eines außergewöhnlichen Spielers.“

Info: Spiel Nummer eins der DEL-2-Finalserie zwischen Kassel und Bietigheim findet heute um 19.30 Uhr in der Kasseler Eissporthalle statt. Das zweite Duell steigt am Sonntag um 17 Uhr in der Bietigheimer Ege Trans-Arena. Weitere Termine: am 18. Mai um 19.30 Uhr in Kassel und, falls nötig, am 20. Mai um 19.30 Uhr in Bietigheim und am 22. Mai um 17 Uhr in Kassel.

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