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Eishockey

„Traum ist für uns wahr geworden“ - Bietigheim Steelers erhalten DEL-Lizenz

Die Bietigheim Steelers sind am Ziel: Der Meister der deutschen Eishockeyliga 2 wird in der kommenden Saison erstmals in der DEL mitmischen. Das ergab die Lizenzprüfung, nach der die DEL wie geplant mit allen 15 Clubs in die Saison geht.

Sportliche Aufsteiger: Die Bietigheim Steelers – hier nach dem Gewinn der DEL 2-Meisterschaft – spielen kommende Saison im Eishockey-Oberhaus.Foto: Eibner
Sportliche Aufsteiger: Die Bietigheim Steelers – hier nach dem Gewinn der DEL 2-Meisterschaft – spielen kommende Saison im Eishockey-Oberhaus. Foto: Eibner

Bietigheim-Bissingen. „Heute ist der Tag, an dem ich feiern werde“, sagte Volker Schoch zu Entscheidung. Dem Geschäftsführer der Bietigheim Steelers war die Erleichterung deutlich anzuhören, nachdem die Deutsche Eishockeyliga am Nachmittag bekanntgegeben hatte, dass die Steelers in der kommenden Saison Teil des Eishockey-Oberhauses sein werden. Damit endete die über einen Monat andauernde Phase der Ungewissheit, nachdem die Steelers Ende Mai mit einem Sieg gegen die Kassel Huskies die Meisterschaft in der DEL2 und damit den sportlichen Aufstieg in die DEL gesichert hatten.

„Jetzt ist ein Traum für uns wahrgeworden“, freute sich Schoch, für den der nun feststehende Aufstieg eine besondere Genugtuung darstellt. „Es war kein einfacher Weg für mich persönlich, aber es war der richtige Weg. Ich bin sehr stolz auf das, was Bietigheim geleistet hat“, blickte Schoch zurück. Beinahe auf den Tag genau ein Jahr ist es her, dass die Steelers um den Lizenzerhalt für die DEL2 kämpfen mussten. Damals wurde Geschäftsführer Schoch von vielen als Sündenbock ausgemacht. „Ich bin dankbar und erleichtert. Erst recht nach dem Shitstorm, den ich vor einem Jahr erleben musste. Es soll sich jeder daran erinnern, dass ich das umgesetzt habe, was ich angekündigt hatte.“

Der Aufstieg war eine Mammutaufgabe

Zwar war bereits der sportliche Aufstieg in einer Saison ohne Zuschauer und in Zeiten der Corona-Pandemie eine Mammutaufgabe, doch für Schoch begann mit dem entscheidenden 5:2-Sieg Ende Mai in Kassel die Arbeit. Auf 3,3 Millionen Euro haben die Steelers das Budget erhöht. Dank etlicher Zusagen und Erhöhungen der Bezüge treuer Sponsoren habe man so das Budget des Clubs um 15 bis 20 Prozent vergrößern können, wie Schoch berichtet. Zudem muss die EgeTrans-Arena als Spielstätte erstligatauglich gemacht werden. „Daran hat die Stadt Bietigheim großen Anteil“, freute sich Schoch gestern darüber, dass an Beleuchtung und Bande die notwendigen Veränderungen in den nächsten Wochen durchgeführt werden.

„Die Prüfung war erneut in Zeiten von Corona nicht einfach. Die Clubs haben allesamt gerade bei den Zuschauern sehr defensiv kalkulieren müssen“, sagte Gernot Tripcke, Geschäftsführer der DEL in einer Pressemitteilung gestern. Komplett ohne Zuschauer habe man laut Schoch die Saison planen müssen. Ob und wie viele Zuschauer tatsächlich zum ersten Spiel der Steelers am 10. September (19.30 Uhr) gegen den ERC Ingolstadt in die EgeTrans-Arena kommen können, ist nicht abzusehen. Auch deshalb könne man den Dauerkartenverkauf noch nicht beginnen. „Das machen wir erst, wenn wir wissen, dass wir mit hundertprozentiger Kapazität fahren können. Bis dahin wird es nur Tageskarten geben“, so Schoch.

Bis zum ersten Bully wird nun auch bei den Steelers die Kaderplanung vorangetrieben. Zuletzt hatte der DEL-erfahrene Daniel Weiß auf seiner Instagram-Seite angekündigt, künftig für Bietigheim aufzulaufen. Die Steelers bestätigten zwar Gespräche, eine Vollzugsmeldung des Transfers blieb aber noch aus. „Bietigheim wird alles dafür tun, nicht abzusteigen. Wir werden wieder eine Mannschaft mit Charakter haben“, kündigte Schoch an.

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