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Eishockey-Club vor zweiter Saison in DEL
Über 1000 Fans wollen neues Team der Bietigheim Steelers sehen

Training für die Fans: Mathew Maione (links) gegen Michael Keränen.Foto: Baumann
Training für die Fans: Mathew Maione (links) gegen Michael Keränen.Foto: Baumann
Die Bietigheim Steelers sind zurück auf dem Eis. Am Mittwoch hat sich die Mannschaft des Eishockey-Erstligisten den Fans in der EgeTrans-Arena präsentiert. Dabei fehlte ein Zugang aus besonderem Grund.

Bietigheim-Bissingen. Gut gelaunt, gekleidet mit kurzer Hose und Poloshirt, stand Volker Schoch am Mittwochabend auf der Eisfläche der EgeTrans-Arena. „Wir sind heiß auf Eis“, sagte der Geschäftsführer der Bietigheim Steelers, als er die knapp über 1000 Fans des Eishockey-Erstligisten zur Mannschaftsvorstellung mit öffentlichem Training begrüßte. Nach zwanzig Minuten wurde es Schoch im den Außentemperaturen angepassten Outfit doch zu kalt. Zum kurzen Gespräch mit unsere Zeitung bat er nach draußen in die Abendsonne.

Klassenverbleib bleibt das Ziel

„Das sind unsere 25 Spieler, mit denen wir die Saison auch abschließen wollen“, sagte Schoch und betonte, dass weitere Transfers nicht geplant seien, sollte alles nach Plan laufen. „Das ist die Mannschaft, der wir vertrauen. Die Jungs haben die Qualität, um unsere Ziele zu erreichen.“ Verkraften müssen die Steelers dabei vor allem den Abgang von Top-Torjäger Riley Sheen zum Champions-League-Sieger Rögle BK.

Mit dabei waren am Mittwoch auch die neuen Spieler Chase Berger (HC Banska Bystrica), Michael Keränen (Vaasa), Lucas Flade (Dresdner Eislöwen), Chris Wilkie (Belleville Senators), Elias Lindner (EHC München), Joshau Atkison (Fehèrvàr AV19) und Mathew Maione (HC Bozen). Nur eine fehlte: Der aus Visp gekommene Finne Teemu Lepaus weilte mit seiner Frau im Krankenhaus, die ihr erstes Kind erwartet. Nach der Mannschaftsvorstellung übernahmen Chefcoach Daniel Naud und Co-Trainer Fabian Dahlem die Leitung des Trainings.

Das Team kam bereits am 1. August erstmals zusammen und steht seit einer Woche auf dem Eis. „Die Jungs sind tun sehr viel. Es wird hart gearbeitet“, sagte Naud. Nächste Woche geht es für drei Übernachtungen zum Trainingslager nach Seefeld (Österreich). Am 16. September starten die Bietigheimer bei den Fischtown Pinguins in Bremerhaven in die zweite DEL-Saison ihrer Vereinsgeschichte. Das Ziel bleibt unverändert, wie Schoch versichert: „Ohne Wenn und Aber der Klassenerhalt. Wir müssen zwei Teams hinter uns lassen.“

Probleme mit der Eisfläche

Zwei Einheiten auf dem Eis verpassten die Steelers. Wegen technischer Probleme ist das Eis in der EgeTrans-Arena vor einer Woche getaut und musste neu aufbereitet werden. „Da sind mehrere Umstände zusammen gekommen. Alle haben mitgeholfen, das zu beheben“, erklärte Schoch und betonte: „Nun hält das Eis.“

Ein wenig auf Schochs Laune drückte nur der Dauerkartenverkauf. „Wir sind schon etwas enttäuscht. Es sind weniger als im Vorjahr.“ Knapp 1100 Saisontickets seien bisher verkauft. Das Ziel habe bei 1500 gelegen. „Durch die nach wie vor große Ungewissheit mit Corona und der Energiekrise habe ich aber auch ein Stück weit Verständnis. Auch für uns als Club ist es schwierig.“