Logo

Zittern der Steelers geht weiter

Nach 4:6-Niederlage in Kaufbeuren droht jetzt sogar die Abstiegsrunde

Bietigheim-Bissingen/Kaufbeuren. Eishockey-Zweitligist Bietigheim Steelers bangt mehr denn je um die Play-off-Teilnahme. Am drittletzten Hauptrundenspielzeit unterlagen die Schwaben beim ESV Kaufbeuren mit 4:6 – damit rückt die Abstiegsrunde immer näher. Die Entscheidung fällt am kommenden Wochenende mit dem Heimspiel am Freitag gegen Heilbronn und der Auswärtspartei am Sonntag in Kassel.

Gestern verspielten die Steelers eine 2:0-Führung durch Myles Fitzgerald (7.) und Norman Hauner (14.) und kassierten im zweiten Drittel innerhalb von drei Minuten drei Gegentore zum 2:3. Rene Schoofs glückte zwar in der 37. Minute noch einmal der Ausgleich zum 3:3, doch im Schlussabschnitt machte Kaufbeuren alles klar. Guillaume Leclerc traf lediglich noch zum zwischenzeitlichen 5:4 (51. Minute).

Nach der unter dem Strich verdienten 1:4-Niederlage am Freitagabend gegen den abgezockt auftretenden Tabellenzweiten Löwen Frankfurt stimmte Steelers-Trainer Marc St. Jean ein altbekanntes Lied an: „Wir arbeiten viel, haben oft das Pech am Schläger und kassieren die Gegentore nach leichten Fehlern.“ Dieses Muster zieht sich fast durch die bisherige Saison.

Dass es nach dem ersten Drittel noch 0:0 stand, war angesichts der Bietigheimer Überlegenheit kaum zu glauben. „Da waren die Steelers besser und haben unser Spiel zerstört“, räumte auch Frankfurts Coach Matti Tiilikainen ein.

Verärgert zeigte sich St. Jean über die Strafe, die sich Routinier Freddy Cabana nach Ende des ersten Drittels einhandelte: „Eine dumme Strafzeit wegen Meckerns.“ Das anschließende Powerplay nutzten die Löwen eiskalt zur Führung durch Topscorer Roope Ranta.

Die Hauptschiedsrichter Alfred Hascher und Daniel Kannengießer gerieten bei den Steelers-Fand zwar mehr und mehr in die Kritik, doch trotz einiger umstrittener Entscheidungen hatten sich die Schwaben die Niederlage am Ende selbst zuzuschreiben. „Uns fehlt einfach die Konstanz“, stellte St. Jean am Freitag nicht zum ersten Mal fest.

Autor: