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Fußball-Regionalliga
1:3 – SGV Freiberg fehlt in Walldorf die Cleverness

Vergeblicher Einsatz: Freibergs Ouadie Barini (links) gegen Walldorfs Niklas Antlitz. Foto: Eibner
Vergeblicher Einsatz: Freibergs Ouadie Barini (links) gegen Walldorfs Niklas Antlitz. Foto: Eibner
Der SGV Freiberg hat im Auswärtsspiel beim FC-Astoria Walldorf einen Rückschlag erlitten. Über weite Strecken war der Fußball-Regionalligist die bessere Mannschaft und unterlag dennoch mit 1:3 (1:2). Entsprechend verärgert war Trainer Ramon Gehrmann.

Walldorf. Die Spieler des SGV Freiberg verließen den Platz im Dietmar-Hopp-Sportpark mit gesenktem Kopf, passend dazu prasselte der Regen nieder. Mit 1:3 unterlag der Fußball-Regionalligist dem FC-Astoria Walldorf. „Uns hat das eigene Tor gefühlt nicht gutgetan. Das hat uns Stabilität und Intensität gekostet“, sagte SGV-Coach Ramon Gehrmann. „Es war irgendwie ein Spiel mit wenig Zweikämpfen. Wir haben es dem Gegner einfach gemacht. Und die individuellen Fehler waren krass. Auch die Chancenauswertung war kein Regionalliga-Niveau, keine Oberliga, keine Verbandsliga.“

Führung nach starkem Beginn

Eigentlich starteten die Freiberger super in die Partie. Ouadie Barini stand für den gesperrten Kapitän Marco Kehl-Gómez als hängende Spitze in der Startelf, Marcel Hofrath ersetzte Jan Koch in der Viererkette. Der Innenverteidiger hatte sich zuletzt beim 2:2 gegen die Kickers Offenbach einen Nasenbeinbruch zugezogen. Bereits nach neun Minuten spielte der nach Verletzung zurückgekehrte Christian Mauersberger einen schönen Pass nach außen auf Yannick Thermann, der das Tempo mitnahm und aus vollem Lauf in die Mitte flankte. Dort stand Top-Torjäger Ouadie Barini und köpfte zu seinem sechsten Saisontreffer ein. Nachdem er zuvor zweimal nach seiner Einwechslung getroffen hatte, zeigte er nun, dass er es auch von Beginn an kann.

Auch nach dem Führungstor hatten die Gäste das Spiel im Griff. Die Chance zum 2:0 verpasste Barini, als er in guter Position zu schwach abschloss (13). Angefeuert wurde Freiberg dabei von etwa 30Fans. Doch trotz der Unterstützung kassierte der SGV in der 21. Minute wie aus dem Nichts den Ausgleich. Bei einem Eckball bekam Niklas Antlitz so viel Freiraum, dass er mit Anlauf zum Kopfball hochsteigen und verwandeln konnte.

Die Freiberger Dominanz war daraufhin verflogen. Beide Teams neutralisierten sich, ehe die Freiberger Hintermannschaft erneut schlecht aussah. Eine flache Hereingabe rutschte durch mehrere Freiberger Beine und fand in Roman Hauk einen Abnehmer (38.). Ohne Not war der SGV plötzlich mit 1:2 in Rückstand.

Derby gegen den VfB Stuttgart steht an

Auch in der zweiten Hälfte betrieben die Gäste zunächst mehr Aufwand. Walldorf machte die Räume eng und beschränkte sich aufs Konterspiel – mit Erfolg. In der 64. Minute spielte Astoria einen Gegenangriff mit viel Tempo bis in den Freiberger Strafraum. Dort versuchte Ruben Reisig in höchster Not zu klären und verursachte dabei einen Elfmeter. Antlitz verwandelte souverän zum 3:1. „Diese Situation hat mich am meisten aufgeregt. Die Restverteidigung stand viel zu tief“, ärgerte sich Gehrmann. In der Schlussphase verwaltete der FC-Astoria das Ergebnis. Freiberg gelang es trotz Bemühungen bis zum Schlusspfiff nicht mehr, nennenswerte Akzente zu setzen.

Für den SGV Freiberg geht es mit schwierigen Spielen weiter. Bereits am Mittwoch kommt der VfB Stuttgart II ins Wasenstadion, am Samstag geht es zum SSV Ulm. Wollen die Freiberger nicht in den Tabellenkeller rutschen, braucht der Aufsteiger dringend einen Erfolg.

SGV: Heimann – Thermann, Hofrath, Velagic, Rinaldi (45. Bradara) – Mauersberger (89. Babic), Mistl (75. Baroudi), Reisig, Cekic (45. Jürgens) – Barini (75. Hoxha) – Sökler.

Tore: 0:1 Barini (9.), 1:1 Antlitz (21.), 2:1 Hau (38.), 3:1 Antlitz (67).

Zuschauer: 400