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8:9 – Bissingens bitteres Aus nach Elfmeterdrama

Fußball-Oberligist FSV 08 Bissingen ist gestern Abend nach großem Kampf im Achtelfinale des WFV-Pokals gegen den Regionalligisten SSV Ulm 1846 mit 8:9 (3:3, 4:4) nach Elfmeterschießen ausgeschieden.

Laufduell: Alessandro Abruscia (Ulm, links ) gegen Yannick Toth ( Bissingen).Foto: Baumann
Laufduell: Alessandro Abruscia (Ulm, links ) gegen Yannick Toth ( Bissingen). Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. „Hut ab vor meiner Truppe, wir sind erhoben Hauptes ausgeschieden“, sagte Bissingens Coach Alfonso Garcia. Sein Team zwang den Titelverteidiger bis in das Elfmeterschießen. Beim letzten Versuch scheiterte Spielführer Marius Kunde an Ulms Torwart David Hundertmark. Alle anderen Schützen trafen vom Punkt.

Die Nullachter versteckten sich von Beginn an nicht und spielten mutig nach vorne. Nico Gutjahr hebelte mit einem langen Ball von der Mittellinie die gesamte Bissinger Hintermannschaft aus, Alessando Abruscia war vor dem herauslaufenden FSV-Torwart Dominik Ferdek am Ball und legte quer auf Felix Higl, der mühelos zum 0:1 einschob (8.). Bei der ersten gelungenen Offensivaktion der Bissinger wurde Alexander Götz von Pierre Williams im Strafraum von Marcel Schmidts zu Fall gebracht. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Riccardo Gorgoglione zum 1:1 (18.).

Der FSV holte kurz danach zum Doppelschlag aus. Götz eroberte an der Strafraumgrenze den Ball und leitete am Boden liegend an Simon Lindner weiter, der ihn aus 15 Metern zum 2:1 ins kurze Eck beförderte (19.). Die Partie wogte danach hin und her, ein Klassenunterschied war nicht zu erkennen. Kurz vor der Pause schlug Schmidts im eigenen Strafraum ein Luftloch, Kunde stand dahinter und zimmerte den Ball zum 3:1 in die Maschen (45.). In der Nachspielzeit verpasste Kunde den möglichen vierten Treffer (45.+2).

Nach der Pause drückte Ulm bei einsetzendem Dauerregen auf das Tempo. Eine Hereingabe von Gutjahr drückte Higl zum 3:2 über die Linie (59.). Bei einer Flanke bekam Anil Sarak das Leder unglücklich an die Hand, den Elfmeter verwandelte Johannes Reichert zum 3:3 (72.). In der Schlussphase wurde Kunde von Angelo Rinaldi im Strafraum zu Fall gebracht. Den Foulelfmeter setzte Gorgoglione jedoch an die Oberkante der Latte (87.).

In der Verlängerung scheiterte Burak Coban zunächst am Pfosten, legte den Abpraller zurück auf Haris Hyseni, der das 3:4 markierte (104.). Der FSV warf in den Schlussminuten noch einmal alles nach vorne. Kunde wurde erneut im Strafraum von den Beinen geholt. Geburtstagskind Yannick Toth verwandelte den vierten Strafstoß der Partie zum 4:4 (120.+1). Nach einem Eckball köpfte Marco Rienhardt das vermeintliche 5:4, das aber wegen Abseits nicht gegeben wurde (120.+4). In der anschließenden Elfmeterlotterie hatten dann die Gäste das bessere Ende. „Beide Mannschaften haben aufopferungsvoll gekämpft, wir sind der glückliche Sieger. Wir haben katastrophal verteidigt und sind mit einem blauen Auge davongekommen“, erklärte Ulms Trainer Holger Bachthaler.

FSV 08 Bissingen: Ferdek – Gorgoglione, Sarak, Ngo (98. Schmelzle), Williams – Wolter (75. Gleißner), Toth – Milchraum (62. Reich), Lindner – Kunde, Götz (83. Rienhardt). – Zuschauer: 320.

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