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Absagen und viele Unklarheiten in der Landesliga

In der Fußball-Landesliga steht das Kreisderby zwischen dem TV Pflugfelden und dem SV Kornwestheim auf dem Spielplan. Mehrere Coronafälle im Team meldet der FV Löchgau, abgesagt wurde das Spiel von Germania Bietigheim in Sindringen.

Ludwigsburg. „Wir haben inzwischen mehrere Fälle in unserer Mannschaft“, berichtet Löchgaus Trainer Thomas Herbst. Am Montag sei der erste Spieler positiv getestet worden, „daraufhin haben wir in der ganzen Woche das Training ausfallen lassen“. Beim SV Kaisersbach, bei dem der FVL am Sonntag laut Spielplan antreten muss, habe man bereits vor den Coronafällen angefragt, um die Partie ins nächste Jahr zu verlegen, doch der habe, wie schon der TV Pflugfelden vergangene Woche, abgelehnt.

„Wir werden jetzt noch mal in Kaisersbach vorstellig werden und ich hoffe da auch auf Solidarität. Es würde mich schon schocken, wenn wir spielen müssten“, erklärt Herbst, der hauptberuflich bei einer Krankenkasse angestellt ist und für den dies angesichts des überlasteten Gesundheitssystems auch eine „grundsätzliche Frage“ ist. „Wir haben am Sonntag noch in Pflugfelden gespielt und am nächsten Tag gab es den ersten Fall in der Mannschaft. Soll ich jetzt etwa die Spieler ins Training bitten? Und wir müssen doch auch nach Kaisersbach mit einem Bus oder mehreren Pkws fahren“, führt er schlagende Argumente für eine Spielabsage an, die beim WFV aber nach den Erfahrungen der letzten Wochen wohl nur Schulterzucken auslösen dürften.

Unbedingt spielen will man hingegen beim TV Pflugfelden das Derby gegen den SV Kornwestheim. „Wir sind glücklicherweise aktuell verschont geblieben. Die letzten fünf Trainingseinheiten des Jahres werden wir schon noch hinbekommen“, sagt Trainer Daniel Zmpitas, den es bei der Erinnerung an die 0:1-Hinspielniederlage im August immer noch graust: „Unser mit Abstand schlechtester Saisonauftritt“, stöhnt er im Rückblick, weiß aber: „Inzwischen zeigt meine Mannschaft ein völlig anderes Gesicht“.

Gerne abgesagt hätte der SVK die Begegnung. „Es gibt halt nicht überall Corona“, merkt dessen unter der Woche von seiner Boosterimpfung geschwächter Trainer Sascha Becker süffisant an, versichert aber: „Wir fahren nach Pflugfelden und spielen, wenn die Politik nichts dagegen tut.“

Wieder deutlich mehr Personal hat man dabei im Vergleich zur Vorwoche zur Verfügung, als Becker sogar selbst das Tor hüten musste. Neben den Keepern Hendrik Rauscher und Steffen Weber kehren auch zentrale Akteure wie Pirmin Löffler und Kapitän Marco Reichert in den SVK-Kader zurück.

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