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Bissingen schrammt knapp an Überraschung vorbei

Die neuerliche Überraschung in der 3. WFV-Pokalrunde ist ausgeblieben. Fußball-Oberligist FSV 08 Bissingen ist trotz hartnäckiger Gegenwehr gegen den Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach mit 0:1 ausgeschieden. Dagegen ist der Ligarivale SGV Freiberg durch einen 6:3-Sieg bei N.A.F.I. Stuttgart ins Achtelfinale eingezogen.

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Auf Augenhöhe: Zweikampf zwischen Joseph-Claude Gyau (Großaspach, links) und Bissingens Martini Lombaya.Foto: Baumann

Bietigheim-Bssingen/Stuttgart. In den vergangenen beiden Spielzeiten hatten die Bissinger mit den Stuttgarter Kickers (2:1 n.V.) und dem VfR Aalen (5:3) jeweils einen Drittligisten aus dem Wettbewerb geworfen. „Der Sieg für Großaspach war sicher nicht unverdient, wir hätten ihn aber auch verdient gehabt. Es war ein gutes Spiel für die Zuschauer. Der kleine aber feine Unterschied war, dass wir unsere Megadinger nicht reinmachen“, ärgerte sich Bissingens Co-Trainer Alfonso Garcia.

Vor 700 Zuschauer starteten die Nullachter voller Elan und erspielten sich in der Anfangsphase zwei hochkarätige Möglichkeiten. Nach einem weiten Abschlag von Bissingens Torwart Sven Burkhardt ließ sich Sebastian Schiek den Ball von Simon Lindner abluchsen und die anschließende scharfe Direktabnahme aus 16 Metern konnte Großaspachs Torwart Maximilian Reule nur mit Mühe parieren (9.). Nur zwei Minuten später steckte Luca Wöhrle das Leder geschickt auf Alexander Götz durch, der alleine vor Reule aber scheiterte (11.).

Im direkten Gegenzug ließen die Gäste erstmals ihr Können aufblitzen. Nach einer scharfen Flanke kam Timo Röttjer mit dem Kopf aber nicht richtig hinter den Ball (11.). Großaspach hatte zwar über die gesamte Spielzeit mehr Ballbesitz, agierte im Angriff aber zumeist wenig einfallsreich. Mitte der ersten Hälfte scheiterte Röttjer nach einem Ballverlust der Bissinger von der Strafraumgrenze mit einem unplatzierten Flachschuss an Burkhardt (23.). Auf der Gegenseite ging eine tückische Bogenlampe von Luca Wöhrle aus 28 Metern knapp über den Kasten (29.).

In der zweiten Hälfte verflachte die Begegnung zusehends. Die Gäste waren zwar weiterhin überlegen und bauten viel Druck auf, tauchten aber nur selten gefährlich vor dem Bissinger Kasten auf. Bei der einzigen Chance des FSV nach der Pause ließ Lindner mit einem beherzten Sololauf Schiek stehen und scheiterte anschließend am SG-Schlussmann.

Als sich alle schon auf die Verlängerung eingestellt hatten, gelang den Gästen aus dem Nichts der goldene Treffer. Ausgerechnet der eingewechselte Alexander Aschauer, der vor drei Wochen kurz vor einer Ausleihe nach Bissingen stand aber sich dafür nicht erwärmen konnte, setzte sich im Strafraum gegen drei Gegenspieler durch und schob zum 0:1 ein (81.). In der Schlussphase verpasste Aschauer frei vor Burkhardt (86.) und nach einem Kopfball (90.) seinen zweiten Treffer. „Bei einem Pokalspiel muss man weiterkommen und das haben wir geschafft. Wir haben aber noch viel Arbeit vor uns“, meinte Großaspachs Coach Sascha Hildmann erleichtert.

Die Freiberger konnten sich in einem munteren Aufsteigerduell beim Landesligisten N.A.F.I. Stuttgart mit 6:3 durchsetzen. „Ich bin zufrieden, dass wir eine Runde weiter sind und sich kein Spieler verletzt oder eine Sperre eingehandelt hat. Wir hätten es deutlich einfacher haben können“, sagte SGV-Trainer Ramon Gehrmann.

Sein Team begann auf dem Kunstrasenplatz der eher einem Sandplatz glich sehr konzentriert und ging durch einen Doppelschlag von Marcel Sökler (6./7.) früh mit 2:0 in Führung. Nach dem vorübergehenden 3:0 durch Sven Schimmel (29.) gelang dem Gastgeber kurz vor der Pause durch Ali Parhizi der Anschlusstreffer (41.). In der zweiten Hälfte stellte zunächst Mert Tasdelen den alten Abstand wieder her (51.). N.A.F.I. gab sich nicht geschlagen und verkürzte durch Emre Yidizeli (52.) und Ugur Capar (61.) auf 3:4. Niklas Pollex mit einem Heber über den Torwart (87.) und Julian Schiffmann in der Nachspielzeit (90.+3) sorgten noch für klare Verhältnisse.