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Croatia Bietigheim vor dem Durchmarsch?

Wieder mit 16 Teams geht es in die neue Saison: Neben dem Aufsteiger sind die Topfavoriten der Vorjahreszweite FC Marbach und Germania Bietigheim

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Adriano Aniello verstärkt das Team von Aufsteiger Croatia Bietigheim. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Nicht wie im Vorjahr mit 18, sondern wieder mit 16 Teams geht die Fußball-Bezirksliga am Wochenende in die neue Saison. FC Marbach, Germania Bietigheim und der hochkarätig besetzte Aufsteiger Croatia Bietigheim sind die Topfavoriten.

George Carter, der vom TV Pflugfelden auf die Trainerbank von Croatia Bietigheim gewechselt ist, machen die zahlreichen Urlauber zu schaffen. „Die Vorbereitung geht eigentlich erst in dieser Woche richtig los“, sagt er und auch sein Marbacher Kollege Chris Seeber klagt: „Unser Training ist in der letzten Woche zweimal ausgefallen.“ Mit Blick auf die Favoritenrolle sagt Seeber, dessen Team zuletzt zweimal in der Relegation scheiterte, ganz klar: „Natürlich wollen wir wieder vorne mitmischen und wissen, dass wir die Gejagten sind.“ Neu in seinem Kader sind Routinier Emanuele Di Natale, der aus Heimerdingen kam, und mit Marco Djurdjecvic (Benningen) ein noch junges Offensivtalent.

Als großen Widerpart der Marbacher sehen die meisten Coaches Germania Bietigheim. „Wir sind bis auf Patrick Hirsch zusammengeblieben und haben einige potenzielle Stammspieler hinzugewonnen. Mit diesem Kader ist der Aufstieg möglich. Aber er ist kein Muss“, betont Germania-Trainer Matthias Schmid. Mit Francesco Pris- co, Salvatore Veneziano, Demir Januzi, Isa Gökmen und Bashkim Susuri hat man gleich fünf Akteure mit höherklassiger Erfahrung geholt.

Zumindest auf dem Papier steht das Personal Croatia Bietigheims den beiden vermeintlichen Topclubs in kaum etwas nach. „Namen sind nicht alles“, warnt jedoch Coach Carter und sieht sich zunächst einmal vor der Aufgabe, angesichts der vielen Neuzugänge ein Team zu formen. Mit einem „einstelligen Tabellenplatz“ setzt er das Ziel angesichts der vorhandenen Qualität äußerst defensiv an. Denn sein Kader liest sich fast wie ein All-Star-Team: Adriano Aniello, Zvonimir Zivic, Alexander Wagner, Ermal Gashi, Benjamin Rehm oder Sezgin Kaya sind nur die Spitze des Eisbergs.

Eher auf ein gewachsenes Gerüst setzt man beim vierten Mitfavoriten, dem TSV Schwieberdingen. Die Stammelf blieb zusammen, mit Marc Tröger (Riexingen) und Rückkehrer Tobias Baus (Löchgau) kamen zwei Verstärkungen. „Wir peilen einen Platz im vorderen Drittel an. Für ganz vorne gibt es vermutlich andere“, schätzt der Sportliche Leiter Timo Balle die Ausgangslage ein.

Ähnliche Sphären strebt auch der Vorjahresdritte FV Löchgau II an. „Wenn wir unter den ersten fünf landen, hätten wir eine Toprunde gespielt“, sagt Trainer Erkan Olgun. Das Team habe man punktuell verstärkt. Ein sorgenfreies Jahr wünscht man sich beim FSV 08 Bissingen II. „Einen einstelligen Tabellenplatz“, strebt Spielertrainer Adam Adamos an, muss aber künftig ohne seine bisherigen Toptorschützen Aniello und Chris Linkenheil auskommen.

Erklärtermaßen gegen den Abstieg geht es dagegen für die übrigen Kreisvertreter. „Ich könnte mir sogar vorstellen, dass alle hinter den ersten vier nur um den Klassenerhalt kämpfen“, sagt Coach Karl Macionczyk von der SGM Riexingen. Mit fast unverändertem Team gehen die Riexinger in ihr zweites Bezirksligajahr.

Marc Reinhardt vom TSV Benningen hofft auf einen guten Start. „Davon kann vieles abhängen“, sagt er und hofft, dass man sich diesmal die nervenzehrende Abstiegsrelegation erspart. Mit Felix Marquardt (Großbottwar), David Heim und Sören Hengstberger (beide eigene Jugend) sind vor allem Talente hinzugekommen.

„Möglichst nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben“, ist auch das Ziel des TV Aldingen. Dabei kann Trainer Tobias Büttner auf eine nur punktuell veränderte Mannschaft bauen. Der Ex-Neckarremser Patrick Hübner, der aus Neckarweihingen kam, ist der bekannteste Neuzugang. Wieder zurück in der Bezirksliga ist nach einem Jahr der TSV Grünbühl. „Wir wollen eine sichere Runde spielen“, wünscht sich dessen Coach Andreas Wick. In der Vorbereitung habe man viel ausprobiert, erzählt er und erwartet, dass sich sein Team umstellen muss. „In der Kreisliga A mussten wir immer das Spiel machen. Das wird künftig anders ein“, glaubt er und setzt im Kern auf das Aufstiegsteam, das mit Giuliano Fortino (Marbach) und Johannes Fritzler (Dersim Ludwigsburg) verstärkt wurde.