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18. Spieltag

Erfolg in Überzahl: Leipzig schießt Mainz souverän ab

Trotz der schlechtesten Hinrunde der Clubgeschichte will Leipzig sich noch für die Champions League qualifizieren. Der Sieg gegen Mainz war ein wichtiger Schritt, aber kein Grund für Erleichterung.

RB Leipzig - FSV Mainz 05
Der Leipziger André Silva trifft per Elfmeter zum 1:0. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Leipzig (dpa) - RB Leipzig hat seine große Aufholjagd in der Fußball-Bundesliga mit einem letztlich souveränen Sieg gegen den FSV Mainz 05 gestartet.

Der am Ende der Hinrunde auf Platz zehn abgestürzte Vizemeister gewann 4:1 (1:0) gegen den vor allem in der zweiten Halbzeit hilflosen FSV. André Silva (21. Minute/Handelfmeter/61.) traf doppelt, Dominik Szoboszlai (47.) und Christopher Nkunku (58.) je einmal. Jae Sung Lee (57.) gab den Gästen kurz Hoffnung, die aufgrund einer Roten Karte gegen Alexander Hack lange in Unterzahl spielen mussten.

Den Angriff auf die besten Vier der Liga musste Leipzig allerdings mit einer stark dezimierten Mannschaft beginnen. Dani Olmo, Nordi Mukiele und Benjamin Henrichs fehlten aufgrund von Corona-Infektionen, Ilaix Moriba und Amadou Haidara weilen beim Afrika-Cup. Und Konrad Laimer, Marcel Halstenberg und Emil Forsberg fehlten verletzt. Letztgenannter gab sich für die Rückrunde dennoch optimistisch: «Wir haben einen Trainer, der einen klaren Plan hat.»

Der Plan von Domenico Tedesco war allerdings in den ersten 20 Minuten kaum zu erkennen - oder die energisch auftretenden Mainzer erstickten diesen im Keim. Beim Vizemeister funktioniert offensiv wenig bis nichts und so bedurfte es der Hilfe des Gegners. Die kam von Hack, als dieser einen Schuss von Silva kurz vor der Torlinie mit der Hand klärte und daraufhin vom Feld musste. Leipzig bekam zum sechsten Mal in dieser Saison einen Strafstoß zugesprochen. Silva schnappte sich den Ball - und verwandelte im Gegensatz zu seinem Aussetzer gegen Paris in der Champions League sehr sicher.

Das Tor hatte auf das Spiel keinen positiven Effekt. Leipzig fiel weiterhin wenig ein, Mainz spielte in Unterzahl nicht mehr ganz so mutig. Teilweise stand das Spiel komplett. Immerhin gab es noch ein Kuriosum: Nach einem hohen Bein von Yussuf Poulsen im eigenen Strafraum gab Schiedsrichter Deniz Aytekin wegen gefährlichen Spiels indirekten Freistoß. Diesen drosch Anton Stach dann allerdings in die Mauer.

Tedesco reagierte und brachte Top-Scorer Nkunku zu Beginn der zweiten Halbzeit. Der mit sieben Treffern und sieben Vorlagen gefährlichste Offensive der Leipziger in der Hinrunde hatte nach überstandener Corona-Infektion zunächst nur auf der Bank gesessen. Das funktionierte sofort. Nkunku startete über die rechte Seite durch, legte zu Szoboszlai durch und der ungarische Nationalspieler drosch den Ball in den Winkel.

Das Tor schien Mainz geknackt zu haben, Leipzig hatte nun deutlich mehr Zugriff auf das Spiel. Josko Gvardiol (56.) hatte das dritte Tor auf dem Fuß, doch sein Dropkick flog knapp über die Latte. Und kurz darauf traf Lee aus dem Nichts zum Anschluss. Allerdings hatte Leipzig Nkunku - und der sorgte nur 62 Sekunden später wieder für den alten Abstand. Drei Minuten später legte der Franzose auch noch Silva sein zweites Tor des Tages auf.

© dpa-infocom, dpa:220108-99-637435/3

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