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Fußball-Oberliga

Freiberg durch Reutlingen gestoppt

Die Siegesserie des SGV Freiberg ist gerissen. Nach vier Erfolgen in Liga und Pokal unterlag der Aufsteiger in der Fußball-Oberliga dem SSV Reutlingen in einer packenden Begegnung mit 3:5 (1:1).

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Harte Landung: Freibergs Niklas Pollex (links) verliert im Duell mit Filip Milisc den Bodenkontakt.Foto: Baumann

Freiberg. „Wir sind alle extrem enttäuscht, es wäre mehr drin gewesen. Der SSV Reutlingen ist keine Übermannschaft und hat uns nicht schwindlig gespielt. Es war einfach dem geschuldet, dass wir am Anfang unsere Chancen nicht gemacht haben. Wir sind dem ganzen Spiel hinterher gerannt“, meinte Trainer Ramon Gehrmann, Trainer des SGV Freiberg nach der 3:5-Niederlage des Fußball-Oberligisten.

Prominente Zuschauer zu Gast

Vor den Augen von Nationalspieler Serge Gnabry, dessen Cousin Janick Schramm in Reutlingen kickt, und Christian Gentner, dem momentan verletzten Spielführer des VfB Stuttgart, vertraute der Coach auf die gleiche Startelf wie beim 3:1-Pokalsieg gegen den FV Ravensburg. Die Freiberger ließen in der Anfangsphase zwei Hochkaräter ungenutzt liegen. Marcel Sökler scheiterte am überragenden SSV-Torhüter Milan Jurkovic und Tobias Fausels Kopfball ging um Haaresbreite am Tor vorbei (14.).

Besser machten es die Gäste auf der Gegenseite. Nach einem Eckball von Pierre Eiberger köpfte Tom Patrick Schiffel aus fünf Metern das 0:1 (16.). Der SGV schlug durch einen Kopfballtreffer von Sökler nach einer Maßflanke von Thomas Gentner zum 1:1 zurück (23.). Durch den Ausgleichstreffer bekam der SGV Aufwind, Sökler scheiterte per Direktabnahme an Jurkovic (34.).

Im zweiten Durchgang brachte der ehemaliger Freiberger Onesi Kuengienda die Gäste mit einem Freistoßtor an der Strafraumgrenze wieder in Führung (54.). „Danach haben wir zu viel Risiko gespielt“, bemängelte Gehrmann. Eiberger aus der Distanz (58.) und Marcel Avdic nach einem Konterangriff (64.) bestraften dies mit zwei weiteren Gegentoren.

Der SGV steckte nicht auf und verkürzte durch Hakan Kutlu nach einer Gentner-Flanke auf 2:4 (69.). Im weiteren Verlauf traf Sökler noch den Pfosten und den Abpraller jagte Niklas Pollex aus vier Metern über den Kasten (78.). Eine Uhrzeigerumdrehung später schoss Sökler dem Torwart den Ball in die Arme (79.). Schließlich drückte Sökler eine Hereingabe von Pollex zum 3:4 in die Maschen. Der SGV warf noch einmal alles nach vorne und mit dem Schlusspfiff erzielte Kuengienda aus abseitsverdächtiger Position den 3:5-Endstand (90.+5). „Es muss uns schon zu denken geben, dass wir fünf Gegentore kassiert haben. Das darf uns als Mannschaft nicht passieren“, ärgerte sich Gehrmann.

SGV Freiberg: Pascal Nagel – Pischorn, Zagaria, Fausel (63. Schlimgen) – Marotta (63. Latifovic), Kröner, Fossi (46. Kienast), Gentner – Kutlu, Sökler, Öztürk (22. Pollex).

Tore: 0:1 Schiffel (16.), 1:1 Sökler (23.), 1:2 Kuengienda (54.), 1:3 Eiberger (58.), 1:4 Avdic (64.), 2:4 Kutlu (69.), 3:4 Sökler (88.), 3:5 Kuengienda (90.+5). – Schiedsrichter: Manuel Digeser (Rottenburg).

Zuschauer: 300.