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Fußall-Verbandspokal

Freibergs Kutlu fällt lange aus

Zwei Kreisvertreter sind am Abend im württembergischen Verbandspokal gefordert: Der Kracher steigt dabei beim SGV Freiberg, wo zur Drittrundenpartie Fußball-Regionalligist SG Sonnenhof Großaspach anreist. Bereits im Achtelfinale steht der TSV Heimerdingen, der den FV Ravensburg zu Gast hat.

Hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen: Freibergs Hakan Kutlu. Foto: Baumann
Hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen: Freibergs Hakan Kutlu. Foto: Baumann

Ludwigsburg. „Eine absolute Hiobsbotschaft“ ereilte vor dem Höhepunkt im Württembergischen Verbandspokal SGV Freibergs Trainer Evangelos Sbonias. „Hakan Kutlus Verletzung wurde gerade als Kreuzbandriss bestätigt“, berichtete der Coach des Fußball-Oberligisten gestern Nachmittag merklich angefasst und sprach von einem „Schlag ins Gesicht“. Nach dem über den Sommer vollzogenen Kaderumbau war der 28-jährige eines der wenigen verbliebenen Gesichter und nicht nur für Sbonias „eine Identifikationsfigur in Freiberg“.

Wenn heute in der dritten Runde um 17.15 Uhr der Anstoß gegen den klassenhöheren Nachbarn vom Sonnenhof erfolgt, wird Kutlu also fehlen. Schon auf den ersten Blick weisen beide Teams eine klare Parallele auf, denn hier wie da fiel der personelle Umbruch im Sommer heftig aus. „Wir brauchen noch Zeit“, ist einer der Sätze, die Großaspachs Trainer Hans-Jürgen Boysen derzeit am häufigsten verwendet, und nicht von ungefähr gehört dieser Satz aktuell ebenso zum festen Repertoire der Freiberger Verantwortlichen. „Ja, auch sie haben einen neu zusammengewürfelten Kader“, bestätigt Sbonias.

Sich konkret auf den Gegner vorzubereiten sei daher gar nicht so einfach: „Wir haben zwar gewisse Erkenntnisse aus ihren Pokalspielen gegen unterklassige Gegner, aber ob die Abläufe gegen uns genauso sein werden, bleibt abzuwarten“, ist der Coach etwas skeptisch und sieht den Regionalligisten in der Favoritenrolle. „Bei der Ausgangslage können wir völlig befreit aufspielen. Das hat sich die Mannschaft mit viel Arbeit verdient“, findet Sbonias.

Experimentieren will er trotz dreier bevorstehender Englischer Wochen nicht: „Das wäre gegen so einen Gegner fatal. Es ist eher so, dass sich in der nächsten Zeit manche Spieler eine Position teilen werden“, stellt er klar, dass es in der Mammutsaison 2020/21 nicht nur mit 14 Akteuren gehen wird. Eine zusätzliche Alternative ist dabei nun endlich Christian Mauersberger. „Er ist seit Montag bei uns, nachdem er wie abgemacht zunächst noch die Pokalrunde der letzten Saison für seinen alten Verein FC Rielasingen-Arlen zu Ende gespielt hat“, erzählt Sbonias. Mauersberger, der „in der Offensive jede Position übernehmen kann“, stehe voll im Saft und könnte am Abend gleich sein Debüt im SGV-Trikot geben. Noch nicht soweit ist hingegen der von den Stuttgarter Kickers gekommene Michael Klauß, dessen Wade immer noch zwickt.

Heimerdingen gegen Ravensburg

Während in Freiberg die letzte Pokalpartie der 3. Runde nachgeholt wird, steigen am Abend andernorts bereits die Achtelfinals. Dabei hat Verbandsligist TSV Heimerdingen um 19 Uhr den Oberligavertreter FV Ravensburg zu Gast. „Wir werden versuchen, so lange wie möglich die Null zu halten. Für ein Tor sind wir immer gut“, sagt Daniel Riffert, der spielende CoTrainer des TSV, der den urlaubenden Coach Jens Härter vertritt. Bislang stand Riffert trotz dieser Doppelfunktion dennoch jede Minute auf dem Platz. Heute könnte sich das ändern: „Mein Knie signalisiert mir, dass es eine Pause braucht. Schließlich hatte ich schon zwei Knorpelschäden“, erzählt er.

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