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Verbandsliga

Keine Panik in Neckarrems

VfB um Angreifer Nesreddine Kenniche hoffen auf das Prinzip Ketchup-Flasche

Noch ohne Torerfolg in dieser Spielzeit: Neckarrems-Angreifer Nesreddine Kenniche (rechts). Foto: Baumann
Noch ohne Torerfolg in dieser Spielzeit: Neckarrems-Angreifer Nesreddine Kenniche (rechts). Foto: Baumann

Ludwigsburg. In der Fußball-Verbandsliga will der VfB Neckarrems heute gegen die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach endlich den ersten Sieg einfahren. Deutlich weniger Druck hat hingegen der TSV Heimerdingen bei der SSV Ehingen-Süd.

Vier Spiele, noch kein Punkt, erst zwei Tore erzielt. Gegen die Elf aus Hofherrnweiler stehen die Remser am Nachmittag schon deutlich unter Druck. „Der war doch von Saisonbeginn an da“, wiegelt zwar Coach Markus Koch ab, doch auch er weiß um das Kernproblem: „Wir brauchen einfach sehr viele Aktionen, um zu Toren zu kommen.“ Intensives Torschusstraining setzte er folglich in dieser Woche an, schmunzelt aber: „Hinterher mussten wir ziemlich viele Bälle aus dem Gebüsch holen.“ VfB-Angreifer Nesreddine Kenniche mahnt dagegen zur Ruhe. „Spielerisch sind wir meines Erachtens stärker als letztes Jahr. Wir kommen ja zu unseren Chancen“, findet er. Dass bislang nur Abwehrchef Sebastian Rief getroffen hat, ist für ihn allenfalls eine Momentaufnahme: „Es liegt nicht nur an der Offensive. Bei uns kann jeder Tore schießen. Wir müssen einfach weiterarbeiten: im Training, am Willen, an der Einstellung“, gibt er vor.

Beim VfB gehört der technisch beschlagene und eigentlich enorm viel Torinstinkt mitbringende Angreifer mit seinen 25 Jahren inzwischen fast schon zu den Alten. „Ja, so schnell kann es gehen“, lacht Kenniche. Als Führungsspieler würde ihn sein Trainer deswegen zwar nicht bezeichnen („Dafür ist er einfach zu unstet“), doch Koch betont: „Wie er sich bei uns entwickelt hat, ist gewaltig. Er lässt sich heute auch mal tiefer fallen, um sich die Bälle zu holen. Dass er, sobald es in Richtung Tor geht, manchmal Scheuklappen aufhat, wird sich wohl nie ändern“, sagt der VfB-Trainer.

Was die heutige Partie gegen die TSG Hofherrnweiler, bei der die Remser Luka Milenkovic und Laurice Ukela ersetzen müssen, angeht, setzt Kenniche ganz auf das berühmte Torjäger-Prinzip der Ketchup-Flasche, aus der erst gar nichts, dann aber gleich ein ganzer Schwall herauskommt: „Letztes Jahr habe ich auch zunächst vier Spiele lang nicht getroffen, Aber dann folgten sechs Tore in sechs Spielen“, lacht er und hält all jenen, die wie früher bei Mario Gomez schon seine torlosen Minuten zählen, selbstbewusst entgegen: „Ich zweifle nicht an mir.“

Ganz andere Vorzeichen herrschen vor dem 5. Spieltag beim TSV Heimerdingen. Mit 9 Punkten ist man glänzend gestartet und hat im Gegensatz zum Kreisrivalen überhaupt keinen Druck. Tabellarisch gesehen reist der TSV als aktueller Dritter heute sogar zum Spitzenspiel beim punktgleichen Zweiten SSV Ehingen-Süd.

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