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Kreisligen starten in die Saison

Viele ehemalige Bezirksligisten in der A.1-Staffel – Optimismus beim VfB Tamm

Ludwigsburg. Das hat es seit der Saison 1974/75 nicht mehr gegeben. Wenn die drei Kreisliga-A-Staffeln des Fußball-Bezirkes Enz/Murr am Wochenende starten, ist der FC Marbach zum ersten mal seit 44 Jahren mit dabei. Damals spielten die Marbacher zuletzt in der Kreisliga, ehe ein Höhenflug die Blau-Gelben bis in die Oberliga und wieder zurück führte. Der FCM geht in der Kreisliga A 1 mit dem klaren Ziel direkter Wiederaufstieg an den Start, hat in der Staffel aber leistungsstarke Konkurrenten vor der Brust.

„Marbach will direkt wieder hoch. Für Pattonville war der Abstieg ein Ausrutscher. Benningen, Affalterbach und Pleidelsheim versuchen es schon seit Jahren. Da ist viel Bezirksliga-Niveau mit dabei“, sagt Markus Fendyk, der im zweiten Jahr den TSV Grünbühl coacht. Nach dem fünften Platz in der vergangenen Saison will sich der TSV nach Möglichkeit verbessern. Fendyk weiß allerdings, dass dieses Ziel nicht einfach zu erreichen ist. „Das wird ein Hauen und Stechen. Wir haben eben nicht die finanziellen Mittel wie der eine oder andere Verein in der Liga. Aber das ist auch nicht unser Anspruch.“

Einige Spieler noch im Urlaub

Grünbühl startet am Sonntag um 15 Uhr mit einem Heimspiel gegen den GSV Erdmannhausen. Dabei muss Fendyk noch auf einige Urlauber verzichten. Besonders schmerzt die Verletzung der beiden Stammspieler Sven Darvas und Nico Haamann. Zudem haben mit Steven Hirschfeld und Sofiane Ali Adem (beide TV Aldingen) zwei wichtige Spieler den Verein verlassen. Neu dabei sind Antonio La Monica vom SV Kornwestheim und einige Talente aus der A-Jugend.

Optimismus herrscht in der A.2 beim VfB Tamm. Aufgrund vieler verletzter Leistungsträger kämpfte der Club bis zum letzten Spieltag um den Klassenverbleib. Doch weil sieben der letzten acht Spiele gewonnen wurden, blieb der VfB in der Liga. „In der Rückrunde kamen viele wichtige Spieler wieder zurück. Diese Euphorie haben wir mitgenommen. Die Stimmung ist sehr, sehr positiv“, sagt VfB-Trainer Jens Zagola. Der 37-Jährige spielte einst selbst in Tamm und hatte das Team zunächst interimsweise übernommen. Doch aus der Übergangslösung wurde das Modell für die Zukunft, mittlerweile geht er in seine fünfte Saison. Dabei kann er auf einen breiten Kader von 64 Spielern für die erste und zweite Mannschaft bauen. Laut Zagola vor allem dank eines personell und fußballerisch starken Jahrgangs aus der A-Jugend. Einen klaren Favoriten sieht der Coach nicht: „Renningen, Warmbronn und Münchingen sind in meinen Augen die Favoriten. Dahinter ist es eng.“

Auf den ersten Blick ragt auch in der A.3-Staffel kein Team heraus. Chancen auf den Titel werden neben dem Vorjahreszweiten TASV Hessigheim auch der Spvgg Besigheim zugerechnet.

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