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Fußball-Verbandsliga

Radikalumbruch prägt Neustarts

Als Wackelkandidaten präsentierten sich in den letzten Jahren die beiden Fußball-Verbandsligisten aus dem Kreis. Wohl nur der zweimalige coronabedingte Saisonabbruch ließ den VfB Neckarrems und den TSV Heimerdingen jeweils die Klasse halten.

Steht vor seiner ersten Saison als Chefcoach des TSV Heimerdingen: Daniel Riffert. Foto: Baumann
Steht vor seiner ersten Saison als Chefcoach des TSV Heimerdingen: Daniel Riffert. Foto: Baumann

Remseck/Heimerdingen. Fünf Wochen vor dem Saisonstart spricht vieles dafür, dass sich beide Vereine auch diesmal kräftig werden strecken müssen: „Wir freuen uns einfach, noch einmal die Chance zu haben zu zeigen, dass wir mithalten können. Letzte Saison, das waren überhaupt nicht wir“, gibt sich TSV-Abteilungsleiter Uwe Sippel mit Blick auf die ziemlich missratene Rumpfsaison 2020/21 demütig. Und auch der Neckarremser Trainer Markus Koch erwartet erneut eine schwierige Runde: „Bei uns geht der Radikalumbruch der letzten zwei Jahre weiter. Im Prinzip treten wir mit einer verstärkten Jugendmannschaft an“, erklärt er.

Mit dem langjährigen Stammkeeper Luis Rodrigues (TSV Bernhausen), Topangreifer Sascha Häcker (VfL Sindelfingen) sowie Allrounder Eugenio Del Genio (FV Löchgau) verließen den VfB drei Korsettstangen, auch die beiden Flügelangreifer Viktor Ribeiro (Calcio Echterdingen) und Emanuel Popescu (unbekannt) konnten Spiele entscheiden. Demgegenüber steht viel junges Gemüse. Torwart Ruben Volkert (21), beim VfB Stuttgart ausgebildet und zuletzt bei 08 Bissingen, Verteidiger Luka Milenkovic (21, SV Kornwestheim) und Mittelfeldspieler Mert Okar (20, SKV Rutesheim) sind schon die Routiniers unter den VfB-Neuzugängen. Armend Aslani, Emir Dogansoy (beide SGV Freiberg U19) und Leon Bauer (Sonnenhof Großaspach U19) kommen dagegen direkt aus der Jugend. Andrea Nicoletti (VfL Brackenheim) komplettiert schließlich die Liste der Novizen.

„Unsere Planungen sind aber nicht abgeschlossen“, hofft Koch noch auf gestandenen Zuwachs, denn in seinem aktuellen Kader stehen mit Urgestein Micha-Colin Läubin und Sebastian Rief nur zwei Akteure, die über einen gewissen Erfahrungsschatz verfügen. „Riesenspaß“, so Koch, mache es jedoch, „eine so junge Mannschaft zu entwickeln. Aber es gibt halt auch den Ergebnisdruck. Ohne Mentalität, Wille und Fleiß können wir nicht bestehen“, ist der VfB-Coach überzeugt.

Im Heimerdingen geht der langjährige TSV-Kapitän Daniel Riffert in seine erste Saison als Chefcoach, nachdem man sich schon im Spätherbst von Jens Härter trennte. Mit seinem Bruder Markus, früher ebenfalls im TSV-Trikot, hat Riffert einen engen Vertrauten als Co-Trainer an seiner Seite. Gegangen sind neben Emanuel Apler (Löchgau), Dennis Schäffler (Bodenseeregion) und Nikola Prkacin (TSV Münchingen) auch einige Ergänzungsspieler. Als Neuzugänge mit bereits einem gewissen Namen kann Riffert in dieser Woche, wenn er aus dem Urlaub zurückkehrt und die Trainingsintensität hochgefahren wird, den variablen Flamur Gervalla (TV Pflugfelden), Abnour Chettibi (Kornwestheim) und den robusten Angreifer Terry Offei (Calcio/Löchgau) begrüßen.

Drei aus Freiberg gekommene A-Junioren komplettieren mit Davide Estasi, Altin Maliqi und Marvin Petruschka den TSV-Kader.

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