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Rauhut rettet den SGV Freiberg

Erst im Elfmeterschießen rang der SGV Freiberg in der 2. Runde des WFV-Pokals die Neckarsulmer Sport-Union mit 6:3 (2:2) nieder. Ebenfalls bessere Nerven bewies Germania Bietigheim beim 9:8 (3:3) gegen den SV Fellbach.

Im Gleichschritt: Dominik Salz (Freiberg, links) und Tobias Fausel.Foto: bm
Im Gleichschritt: Dominik Salz (Freiberg, links) und Tobias Fausel. Foto: bm

Ludwigsburg. Mit zwei gehaltenen Strafstößen sicherte Keeper Kevin Rauhut den Freibergern am Ende das Weiterkommen gegen defensive Gäste. „Letztlich ist es ein Ergebnissport. Wir sind weiter und damit fertig“, betrieb SGV-Trainer Evangelos Sbonias keine Stilkritik, sondern hielt sich an das Wesentliche. Hochüberlegen gestaltete sein Team die erste Hälfte, doch mehr als die Führung durch Dominik Salz (11.) sprang nicht heraus.

Mit der ersten nennenswerten Offensivaktion glich die Sport-Union dann aus (53.). „Danach wurde es wilder und offener“, fand Sbonias, dessen Elf mit Marcel Söklers 2:1 (65.) wieder zurückschlug. Neckarsulm blieb aber effektiv und kam erneut aus dem Nichts zum 2:2. „In der Verlängerung mussten wir dann auch die Balance halten“, betonte Sbonias. Vom Punkt aus erwiesen sich seine Schützlinge jedoch als sicher, während Neckarsulm zweimal an Rauhut scheiterte. Alexander Nandzik traf schließllich schon mit dem vierten SGV-Strafstoß zum Sieg.

Andernorts legten zeitgleich die Gebrüder Haile jeweils mit dem 1:0 den Grundstein fürs Weiterkommen ihrer Mannschaften und ein halbes Dutzend Tore: Moritz brachte den FSV 08 Bissingen bei dessen 6:0-Sieg beim TSV Schwaikheim in Führung, sein jüngerer Bruder Paul den FV Löchgau beim 6:0 in Schornbach.

08 tat sich beim erst am Ende deutlichen Erfolg jedoch lange schwer. „Die erste Hälfte war zäh“, räumte Bissingens Sportlicher Leiter Oliver Dense später ein. Erst mit dem 2:0 (50.), das Konstantinos Markopoulos nach Foul an Marius Kunde per Elfmeter erzielte (50.), war der Widerstand des Landesligisten gebrochen. Markopoulos traf noch zweimal, ebenso wie Pascal Hemmerich.

„Paul hat von den beiden Haile-Brüdern aber mit Sicherheit das schönere Tor geschossen“, war ein paar Kilometer weiter FVL-Trainer Thomas Herbst überzeugt, denn dessen 1:0 war eine sehenswerte Volleydirektabnahme in den Winkel. Rückkehrer Eugenio Del Genio (2), Tim Schwara, Peter Wiens sowie ein Eigentor der chancenlosen Gastgeber machten das halbe Dutzend voll.

„Das war auch in der Höhe verdient. Wir waren einfach vom Anpfiff an griffig“, lobte Herbst, dessen Elf es nun am Wochenende mit den Freibergern zu tun bekommt. Für Kollege Sbonias, viele Jahre selbst Coach im Löchgau, sicher ein ganz besonderes Spiel. Drama pur war beim 9:8 nach Elfmeterschießen von Germania Bietigheim gegen den klassenhöheren SV Fellbach geboten. 1:1 stand es nach 90, 3:3 schließlich nach 120 Minuten. Alle drei Germania-Tore erzielte Edison Cenaj, darunter das vielumjubelte 3:3 in der 118. Minute. Im Elfmeterschießen parierte dann der starke Jens Krüger im Germania-Tor den sechsten Elfmeter der Fellbacher und entschied das Duell. „Er hat uns vorher schon die ganze Zeit im Spiel gehalten“, stellte Trainer Andreas Eschenbach heraus.

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