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Trainer-Neuling sieht in Heimerdingen viel Potenzial

Seine erste Station als hauptverantwortlicher Trainer hat Holger Ludwig im Sommer bei Fußball-Landesligist TSV Heimerdingen angetreten. „Ich will, dass die Mannschaft spielerische Lösungen findet“, sagt er, sieht aber taktisch noch Nachholbedarf.

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Holger Ludwig steht in Heimerdingen in der Verantwortung. Foto: Baumann

Heimerdingen. Vom Tohuwabohu am Fuchshof ins beschauliche Heimerdingen – Holger Ludwig will zwar nicht mehr viel zu seinem alten Club SpVgg 07 Ludwigsburg sagen, aber auch er muss einräumen: „Was den Verein angeht, sind das sicher krasse Gegensätze“.

Nur ein Jahr blieb der 35-Jährige letztlich bei 07, wo er aber in der Vorrunde als Interimscoach erstmals ins Trainerwesen hineinschnuppern konnte und Gefallen daran fand. „In Heimerdingen bin ich dann recht kurzfristig gelandet. Der gute Eindruck, den ich in den Gesprächen mit den Verantwortlichen gewonnen habe, hat sich bislang vollauf bestätigt“, sagt er nach den ersten drei Wochen der Vorbereitung.

Beim TSV übernimmt er ein gewachsenes Team mit vielen gestandenen Akteuren. „Die Mannschaft muss sich eher an mich gewöhnen als umgekehrt, denn sie spielt teilweise schon länger zusammen“, sagt Ludwig, der sich künftig ganz auf den Trainerjob konzentriert und nicht mehr selbst spielen wird.

Im Kader des TSV hat sich im Sommer nur wenig getan. Sebastian Kniller kam mit Ludwig von 07, zudem kehrt Roberto Ancona nach einem einjährigen Gastspiel als Spielertrainer in der Kreisliga wieder in den höherklassigen Amateurfußball zurück.

„Ein 4-4-2 wird wohl unser Grundgedanke sein, es kann aber auch auf eine 4-1-4-1-Formation herauslaufen“, gibt Ludwig Einblick in seine Pläne, sieht aber im taktischen Bereich noch einigen Nachholbedarf bei seiner neuen Mannschaft.

Potenzielle Schlüsselspieler dürften in der Mittelfeldzentrale Kapitän Daniel Riffert und Jörn Pribyl sein, den der Coach aus gemeinsamen Freiberger Zeiten kennt. Eher wieder weiter vorne könnte künftig Michele Ancona zum Zug kommen. „Ich sehe ihn in der klassischen Rolle hinter der Spitze“, sagt der Coach.

Die Zielsetzung setzt Ludwig vorsichtig an. „So schnell wie möglich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben“, sagt er und erinnert an die abgelaufene Saison, als der TSV Mitte der Rückserie plötzlich als Dritter im Aufstiegsrennen stand, dann jedoch sogar noch einmal in Abstiegsgefahr geriet.