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Fußball-Landesliga

TV Pflugfelden: Das Wunder bleibt aus

Der TV Pflugfelden ist aus der Fußball-Landesliga abgestiegen. Das 1:4 am letzten Spieltag beim FV Löchgau spielte dafür keine Rolle mehr, auch ein Sieg hätte nicht mehr geholfen. Dagegen rettete sich Germania Bietigheim mit einem 3:0-Erfolg gegen den TSV Pfedelbach aus eigener Kraft.

Enttäuschte Gesichter: Die Mannschaft des TV Pflugfelden verlässt als Absteiger den Platz. Foto: Baumann
Enttäuschte Gesichter: Die Mannschaft des TV Pflugfelden verlässt als Absteiger den Platz. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Neben dem TVP müssen auch der TSV Schwaikheim und der TSV Schornbach runter. Die Teams aus Öhringen, Sindringen, Leingarten und vom SVKornwestheim standen schon länger als Absteiger aus der Fußball-Landesliga fest. In die Relegation geht nach einem 5:3-Sieg gegen den TSV Obersontheim der SV Leonberg/Eltingen, womit dem Bezirk Enz-Murr und dessen Bezirksliga ein weiterer direkter Absteiger erspart blieb.

In die Partie in Löchgau war der TVP ohnehin nur noch mit ganz vagen Chancen auf den Klassenerhalt gegangen und verschlief dann auch noch die Anfangsphase: Nicht einmal 30 Sekunden waren gespielt, als FVL-Torjäger Tim Schwara schon zum 1:0 traf. „Da habe ich das Schlimmste befürchtet, aber die Mannschaft hat dann gut reagiert und Charakter gezeigt“, berichtete TVP-Interimstrainer Rico Scheurich.

Gut geschlagen

Sein Rumpfteam wehrte sich anschließend und ließ sich nicht abschlachten. Hannes Obert verkürzte per Elfmeter nach der Pause sogar noch einmal auf 1:2, doch trotz in der Folge mehr Spielanteilen brachte man den FVL nicht mehr ernsthaft in Bedrängnis. „Einen etwas härteren Kampf hatten wir aber schon erwartet“, urteilte hinterher Daniel Brodbeck, der Sportliche Leiter der Löchgauer, zumal man mit Peter Wiens, Daniel Däschner und Fabian Gurth drei Leistungsträger schon für das erste Spiel in der Aufstiegsrelegation am Mittwoch gegen Olympia Laupheim schonte.

Wunden lecken heißt es nun beim TVP. „Ein völlig unnötiger Abstieg“, ärgerte sich dessen Sportlicher Leiter Ismail Demirtas und analysierte: „Die Fehler wurden schon vor einiger Zeit gemacht. Wir haben die Signale unseres damaligen Trainer Daniel Zmpitas nicht erkannt und hätten den Kader hätten viel unabhängiger von ihm aufstellen müssen.“ Nun gelte es „eine Mannschaft aufzubauen, die in der Bezirksliga nicht durchgereicht wird“, so Demirtas weiter. Dabei werden wohl größere Teile des Stammpersonals bleiben. Oberste Priorität habe die Trainerfrage: „Wir wollen sehr gerne mit Rico Scheurich weiterarbeiten“, sagt Demirtas. Dieser ist auch keinesfalls abgeneigt, aber die Gespräche laufen noch.

Löchgau: Kretschmer – Kühnle, Feufel, Stephani – Andric (85. Decker), Weber, Del Genio (66. Gelt), Sprigade (85. Fischer) – Falk, Schwara (46. Rieger), Baki.

Pflugfelden: Hornek – Knauer, Parlak, Uckan – Tepegoez (80. Herre), Obert, Potocnik, Frenzel – Chirivi (63. Latifovic), Karagiannis (63. Carneiro), Scimenes.

Tore: 1:0 Schwara (1.), 2:0 Feufel (48., Elfmeter), 2:1 Obert (53., Elfmeter), 3:1 Sprigade (85.), 4:1 Rieger (90.).

Konzentrierte Germania

Sehr konzentriert nahm Germania Bietigheim die letzte Hürde zum Klassenerhalt. Gegen den TSV Pfedelbach führte man nach einer guten halben Stunde mit 3:0 und war fast im Ziel. „Sicher konnte man sich aber lange nicht sein, denn Pfedelbach hat nie aufgegeben“, sagte Germania-Coach Holger Ludwig. Den Ausschlag für seine Elf gab diesmal vor allem deren Standardstärke, denn alle Tore fielen nach ruhenden Bällen. Dreimal legte dabei Riccardo Macorig auf: Leon Baumeister (2) und Fisnik Rama vollendeten jeweils. „Die Erleichterung ist groß, aber dieses emotionale Saisonende hat Spaß gemacht“, befand Ludwig. Überschaubar dürften die Kaderumbauten im Sommer ausfallen: Vom Stamm gehen nur Ali Parhizi und Isa Gökmen, mit Ludwigs altem Weggefährten Marc Bitzer (TSG Backnang) steht bislangein Zugang fest.

Bietigheim: Pfahl – Schöbinger, Baumeister, Hirsch, Macorig – Ferrara, T. Krüger (72. Wolter), Kainz – Mastrogiacomo (72. Sprotte), Rama (62. Parhizi), Kraut.

Tore: 1:0 Baumeister (13.), 2:0 Rama (16.), 3:0 Baumeister (34.).

Mit letztlich sechs Niederlagen am Stück schloss Absteiger SV Kornwestheim nach dem finalen 1:3 gegen die SpVgg Satteldorf die Runde ab. Einziger Torschütze für den SVK war dabei Max Haut.

Kornwestheim: Weber – Strehlow, Plitzner, M. Wolf – Reichert (63. Sunda), Stahl, Mira, Kilic (55. Koros), Demir – Nicolazzo, Haut (75. Schürmann).

Tore: 0:1 Schmieg (12.), 0:2 Erhardt (19.), 1:2 Haut (35.), 1:3 Becker (86.).

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