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TV Pflugfelden mit eigener Jugend zufrieden

Fußball-Landesligist baut verstärkt auf Eigengewächse – SV Kornwestheim geht in ungewohnter Höhenluft in das Spitzenspiel

Max Stumm. Foto: Baumann
Max Stumm. Foto: Baumann

Ludwigsburg. „Uns belohnen und den ersten Dreier holen“ – so stellt sich das Coach Daniel Zmpitas von Fußball-Landesligist TV Pflugfelden vor, wenn er morgen den SV Leingarten zu Gast hat. Schwere Auswärtsaufgaben liegen vor Germania Bietigheim in Satteldorf und dem SVKornwestheim in Breuningsweiler.

Während Tabellenführer FV Löchgau spielfrei ist, gehört der SV Kornwestheim zum Kreis derer, die den FVL theoretisch an der Spitze ablösen könnten. „Eigentlich müsste ich jetzt zurücktreten“, witzelt dessen Coach Sascha Becker angesichts der für den SVK ungewohnten Höhenluft. Die Aufgabe am Sonntag bei Topfavorit Breuningsweiler hat es jedoch in sich. „Aber wir sind gut gestartet und sie haben gehörig Druck. Je länger das Spiel offen bleibt, desto besser für uns“, glaubt Becker, denn der Kontrahent wartet auf den ersten Sieg und hinkt den Erwartungen hinterher. Allerdings weiß auch er um das schwere Auftaktprogramm des Gegners und dessen Personalprobleme.

Bietigheimer Urlaubssorgen

Zur mit drei Siegen gestarteten SpVgg Satteldorf muss Germania Bietigheim reisen. „Letztes Jahr sind wir dort unter die Räder gekommen“, erinnert sich Trainer Andreas Eschenbach. In seiner eigenen Elf kündigt er wieder einige Umbauten an: „Erst nach der Urlaubszeit wird sich eine Stamm-Elf herauskristallisieren.“

„So schlecht ist die Lage gar nicht“, sagt Pflugfeldens Coach Daniel Zmpitas, nachdem er sich das 3:3 vom Mittwoch in Leonberg noch einmal als Video angeschaut hat. „Im Ballbesitz waren wir sehr gut, haben uns wirklich viele Chancen herauskombiniert“, lobt er sein Team.

Musste man sich nach dem miserablen Saisonauftakt in Kornwestheim sowie mit Blick auf die Kaderzusammensetzung mit nur einer Handvoll gestandener Landesligaspieler neben vielen Youngsters noch vor Wochenfrist große Sorgen um die Konkurrenzfähigkeit des TVP machen, ist diese offenbar doch da.

Der Weg, nahezu ausschließlich auf Eigengewächse zu setzen, scheint gangbar. „Diesen Weg gehen wir ja schon eine ganze Weile“, betont der Sportliche Leiter Otto Rossbacher und sagt mit Blick auf die jüngere Vergangenheit, in der man sich Spieler wie Ermal Gashi, Predrag Sarajlic oder Nesreddine Kenniche leistete: „Wir mussten da einfach runterfahren, das war nicht pflugfeldenlike“.

Beispielhaft fürs gelungene Zusammenwirken der wenigen Etablierten mit dem vielen jungen Gemüse war zuletzt das TVP-Angriffstrio. Dort wirbeln neben Platzhirsch Dimi Karagiannis auf den Außenbahnen mit Max Stumm und Daniel Ntarok zwei 19-Jährige, die man erst im Sommer aus der eigenen Jugend hochzog. „Ich wusste, dass sie eine Bereicherung für uns sind. Das überrascht mich kein bisschen“, stellt Zmpitas klar.

Wenn man am Sonntag den SV Leingarten erwartet (Zmpitas: „Eines der Spiele, die wir gewinnen müssen“), stößt mit Urlaubsrückkehrer Nico Scimenes ein Routinier hinzu. Lange fehlen wird Yannick Härter, bei dem der befürchtete Kreuzbandriss diagnostiziert wurde.

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