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Ludwigsburg

Vorzeichen in Neckarrems stehen weiter ziemlich schlecht

Der Fußball-Verbandsligist steckt fast aussichtslos im Abstiegskampf und muss nun beim VfL Sindelfingen antreten – Heimerdingen gegen Leinfelden-Echterdingen

Ex-Remser Sascha Häcker.Foto: Baumann
Ex-Remser Sascha Häcker. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Den achten Anlauf, endlich einmal zu punkten, macht am Samstag Schlusslicht VfB Neckarrems in der Fußball-Verbandsliga beim VfL Sindelfingen. Mit Calcio Echterdingen bekommt es auf eigenem Platz der TSV Heimerdingen zu tun.

Noch einmal deutlich nach unten wird in den kommenden Partien der Altersdurchschnitt der ohnehin schon jungen Remser Elf sinken. Ursache: Abwehrchef Sebastian Rief, neben Kapitän Micha-Colin Läubin im Kader der einzige Spieler, der deutlich älter als 25 Jahre alt ist, fehlt nach seiner Sturzverletzung in der Partie gegen Türkspor Neu-Ulm für ein paar Wochen. „Um die befürchtete Schulter-OP kommt er jedoch zum Glück herum“, berichtet VfB-Trainer Markus Koch. Wie Riefs Ausfall sportlich kompensiert werden könnte, daran tüftelt er noch, „aber als Persönlichkeit und Figur im Mannschaftsgefüge können wir ihn sicher nicht ersetzen“, sagt der Coach.

Mit dem Mute der Verzweiflung

Durchaus ein wenig mit dem Mute der Verzweiflung reist das noch punktlose Schlusslicht daher morgen zum VfL Sindelfingen, wo der Anstoß erst um 17 Uhr erfolgt. „Mit Oliver Glotzmann und unserem früheren Spieler Sascha Häcker fehlten bei ihnen zuletzt zwei wichtige Angreifer“, erzählt Koch, der nichts dagegen einzuwenden hätte, wenn die beiden ausgewiesenen Goalgetter noch einmal pausieren müssten. Dass Punkten inzwischen bitter nottut, weiß auch der VfB-Trainer, denn wenn man bereits frühzeitig den Anschluss an die Nichtabstiegsränge verlieren sollte, droht eine äußerst triste Saison.

Absehbare Abwärtsspirale

„Mit dem nun eingetretenen Szenario konnte man sich aber bereits zuvor auseinandersetzen. Große Sprünge waren schon über die letzten drei Jahre bei uns nicht möglich. Inzwischen sind viele Namen weg, doch wir haben jetzt junge Spieler, die die Zukunft dieser Mannschaft sein können. Aber wenn man am Gras zieht, wächst es deswegen auch nicht schneller“, fasst Koch die Lage zusammen.

Sogar erst um 17.30 Uhr wird morgen das Heimspiel des TSV Heimerdingen gegen Calcio Echterdingen angepfiffen. Für die so gut in die Saison gestarteten Gastgeber, die auf einem Mittelfeldplatz stehen, geht es dabei darum, nach zuletzt drei Niederlagen trotz passabler Auftritte in der Englischen Woche auch ergebnistechnisch wieder zurück in die Spur zu kommen. Echterdingen steht auf dem 18.Rang.

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