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4. Spieltag

Werder «sehr zufrieden» mit glücklichem Punkt in Freiburg

Werder Bremen holt in Freiburg einen Punkt und bleibt damit auch im dritten Spiel in Serie unbesiegt. Doch das Remis ist aus Bremer Sicht schmeichelhaft. Das wissen auch die Trainer.

SC Freiburg - Werder Bremen
Freiburgs Vincenzo Grifo (M) in Aktion gegen Bremens Josh Sargent. Foto: Tom Weller/dpa

Freiburg (dpa) - Über diesen Punkt freut sich Florian Kohfeldt ganz besonders. Denn der Trainer von Werder Bremen wusste nach dem 1:1 (1:1) beim SC Freiburg, dass sein Team in fast allen wesentlichen Statistiken unterlegen gewesen war.

Freiburg hatte mehr Torschüsse, mehr Ballbesitz, die besseren Zweikampfwerte und auch die stärkere Passquote - trotzdem nimmt Werder einen Punkt aus dem Breisgau mit. «Ich kann klar und offen sagen, dass ich sehr zufrieden bin mit dem Punkt», sagte Kohfeldt. «Damit würde ich unseren Saisonstart aus den ersten vier Spielen - zumindest punktemäßig - als sehr gelungen bezeichnen.»

Nach dem dritten Spiel in Serie ohne Niederlage und nun sieben Punkten stehen die Bremer im oberen Mittelfeld der Tabelle. Freiburg dagegen muss weiter auf den ersten Heimsieg in dieser Spielzeit warten. «Ich bin unzufrieden mit dem Ergebnis», sagte Trainer Christian Streich. «Das ist sehr enttäuschend, weil wir jetzt zwei Heimspiele hatten, beide Male in Führung gehen konnten - aber beide Male nicht gewinnen konnten.»

Der Österreicher Philipp Lienhart (15. Minute) hatte die Gastgeber mit seinem ersten Bundesliga-Tor in Führung gebracht. Kurz darauf erzielte Niclas Füllkrug (25.) per Foulelfmeter noch vor der Halbzeit den Endstand. Für das Team von Streich wäre aber mehr drin gewesen.

Bremen startete schwach. Im ersten Spiel nach dem Abschied von Davy Klaassen zu Ajax Amsterdam rückte der 18-jährige Nick Woltemade erstmals in dieser Saison in die Werder-Startelf, doch der Offensivspieler blieb bis auf eine Szene unauffällig. In der 40. Minute hätte der 1,98 Meter große Angreifer fast das 2:1 für Werder erzielt, scheiterte aber aus kurzer Distanz an Freiburgs Torhüter Florian Müller. «Man kann nicht erwarten, dass er sofort Bäume ausreißt. Aber der Junge ist ein Riesentalent», sagte Kohfeldt.

Nach einer Viertelstunde hätte Theodor Gebre Selassie die Freiburger fast per Eigentor in Führung gebracht, Torwart Jiri Pavlenka lenkte den Abpraller gerade noch ins Aus. Doch beim anschließenden Eckball wurde Werder bestraft. Lucas Höler legte die Flanke im Strafraum quer auf Lienhart, der aus kurzer Distanz sein erstes Bundesliga-Tor im 51. Spiel erzielte.

Auch ohne die kurzfristig wieder ausgeladenen 3800 Zuschauer entwickelte sich in der Folge eine muntere Partie. Nur fünf Minuten später traft Jonathan Schmid zum vermeintlichen 2:0 für Freiburg. Weil Vorlagengeber Roland Sallai aber zuvor knapp im Abseits gestanden hatte, griff Videoassistentin Bibiana Steinhaus ein. Schiedsrichter Christian Dingert nahm das Tor zurück. Wieder nur fünf Minuten danach traf Füllkrug dann etwas überraschend für die Bremer per Elfmeter. Zuvor hatte Nicolas Höfler im Strafraum Leonardo Bittencourt klar gefoult.

Füllkrug hat damit nach vier Spieltagen bereits vier Treffer auf dem Konto und damit so viele wie in der gesamten vergangenen Spielzeit. Im Anschluss drängten die Freiburger auf den Sieg und vergaben gute Chancen durch Nils Petersen (52.) und Schmid (73.). Doch auch Kohfeldts Mannschaft bekam ihre Gelegenheiten: Bittencourt (61.) frei vor dem Tor per Kopf und der eingewechselte Kevin Möhwald (64.) ließen sie jedoch aus.

© dpa-infocom, dpa:201017-99-980609/3

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