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Wieder viele Wechsel am Fuchshof

Mit 18 Teams startet am Wochenende die Fußball-Bezirksliga in die Saison 2020/21. Jeweils neue Trainer haben dabei die beiden Ludwigsburger Vereine MTV und AKV. Als klarer Topfavorit gilt jedoch Croatia Bietigheim.

Von der Oberliga in die Bezirksliga: Savino Marotta (rechts) trägt künftig das Trikot des MTV Ludwigsburg. Foto: Baumann
Von der Oberliga in die Bezirksliga: Savino Marotta (rechts) trägt künftig das Trikot des MTV Ludwigsburg. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Während der SV Leonberg/Eltingen die abgebrochene Coronarunde mit dem Landesligaaufstieg abschloss, sind aus den Kreisligen A der TSVBenningen, der TASV Hessigheim und der TSV Münchingen neu in die Fußball-Bezirksliga hinzu gekommen. Alle drei Aufsteiger haben sich erwartungsgemäß den Klassenverbleib zum Ziel gesetzt. „Es steigen schließlich mindestens fünf Mannschaften ab“, erklärt stellvertretend der Benninger Trainer Thomas Lembeck vor dem Saisonstart am Wochenende. Da sich diese Zahl je nach Entwicklung eine Etage höher, wo einige Kreisvertreter gefährdet sein dürften, noch erhöhen kann, zittert vor Rundenbeginn diesmal die halbe Liga zumindest gedanklich um den Statuserhalt. Selbst etablierte Bezirksligagrößen wie die mit kaum verändertem Personal antretenden Teams des TSVSchwieberdingen und des TV Aldingen oder auch des FV Löchgau II zählen hierzu.

AKV Ludwigsburg im Favoritenkreis

Giosue Vuono, dem neuen Trainer des MTV Ludwigsburg, geht es ähnlich: „Wir wollen so schnell wie möglich sicherstellen, nichts mit unten zu tun zu bekommen“, sagt der 39-jährige, der zuvor die U19 des FSV 08 Bissingen coachte und lange in der Löchgauer Jugendarbeit aktiv war.

Beim MTV tritt er mit runderneuertem Kader an. Sage und schreibe 20 Zugänge meldet der Verein. Spötter könnten einwenden, dass man damit nahtlos an alte SpVgg 07-Traditionen anknüpft, doch das wäre nach einem Übergangsjahr, in dem der ehemalige 07-Fußballapparat in den MTV integriert werden musste, nicht ganz fair. Zudem setzt man nicht auf überwiegend satte Altstars, sondern hat vor allem entwicklungsfähige Akteure geholt, die Vuono meist schon als Jugendliche unter seinen Fittichen hatte. Bekanntester Name ist Savino Marotta (TSG Backnang, zuvor bis zum Winter beim Oberligisten SGV Freiberg), der auch Oberligaangebote hatte.

Zum erweiterten Favoritenkreis gehört hingegen Lokalrivale AKV in seinem zweiten Bezirksligajahr. „Unter die ersten Fünf“ will der neue Trainer Michael Sabljo. Als seine Hauptaufgabe sieht der 36-jährige, als Spieler früher bei 07 und dem SVSalamander Kornwestheim aktiv, es aber an, „dass wir erst einmal ein Team werden. Zu viele Alphamännchen“, hat er nämlich in seinem Kader ausgemacht. Erster Titelanwärter ist jedoch nicht nur für ihn Croatia Bietigheim: „Sie sind definitiv der Topfavorit“, sagt Sabljo.

Croatia-Coach Mihael Zorko ist sich dieser Rolle bewusst. „So stark war Croatia wohl noch nie“, sagt er mit Blick auf seinen Kader, der mit Kordian Zieba (FC Marbach) und Ayhan Erkilic (Germania Bietigheim) noch einmal verstärkt wurde. „Vielleicht sind aller guten Dinge drei“, hofft Zorko, denn nachdem man zuletzt dreimal Vizemeister war, könnte nun der große Wurf gelingen.

Neben dem AKV geben die meisten dem SV Perouse, dem TSV Merklingen und dem FSV 08 Bissingen II noch am ehesten eine Chance, es mit Croatia aufzunehmen. „Vorne mitspielen“, will Bissingens Trainer Adam Adamos mit seinem jungen Team, zu dem 11 Talente aus der eigenen A-Jugend gestoßen sind. Wie weit es die 08-Zweite trägt, wird jedoch wohl wie in den Vorjahren davon abhängen, ob und in welchem Umfang es Abstellungen aus dem großen Oberligakader gibt.

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