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Fußball-Oberliga

Zum Durchatmen bleibt kaum Zeit

Für den SGV Freiberg bleibt in der Fußball-Oberliga nach dem Auswärtssieg am Mittwoch kaum Zeit zum Durchatmen. Aufstiegsaspirant FSV 08 Bissingen tritt momentan auf der Stelle.

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Lange am Boden, jetzt zurück: SGV-Torjäger Spetim Muzliukaj.Foto: Baumann

Freiberg/Bietigheim-Bissingen. Auf den SGV Freiberg wartet mit dem 1. Göppinger SV zum Abschluss der englischen Woche am heutigen Samstag (15 Uhr) auf dem Kunstrasenplatz am heimischen Wasengelände eine ziemlich knifflige Aufgabe.

Nach dem späten 3:2-Sieg im Nachholspiel gegen die Neckarsulmer Sport-Union haben sich die Freiberger bis auf den dritten Tabellenrang vorgearbeitet. Gerade einmal vier Minuten war Torjäger Spetim Muzliukaj bei seinem Comeback nach überstandenem Kreuz- und Außenbandriss auf dem Platz, da avancierte der 29-Jährige schon zum Matchwinner.

Der 4:3-Hinspielerfolg nach einem 0:2-Pausenrückstand war für die Freiberger der Wendepunkt im bisherigen Saisonverlauf. „Das war unsere Wiederauferstehung nach unserem schlechten Start. Von daher gehen wir mit einem positiven Gefühl in das Spiel und können es auch selbstbewusst angehen“, meinte Freibergs Coach Ramon Gehrmann.

Die von Gianni Coveli im vierten Jahr trainierten Göppinger sind nach einem schwarzen September mit vier Niederlagen am Stück seit mittlerweile zwölf Begegnungen ungeschlagen und holten daraus jeweils sechs Siege und Unentschieden. Mit 32 Zählern belegen die spielstarken Gäste einen gesicherten Mittelfeldplatz. Am vergangenen Wochenende fertigten sie den SV Oberachern nach torloser erster Spielhälfte noch mit 4:0 ab.

„Die sind schon gut drauf und machen es uns immer nach. Auch wir haben gegen Oberachern und Nöttingen 4:0 gewonnen. Das wird ein brutal schweres Spiel, vor allem weil wir eine englische Woche hatten. Wir haben aber gegen Neckarsulm Moral gezeigt und deshalb mache ich mir keine Sorgen“, sagte Gehrmann.

Prunkstück der Gäste ist ihr pfeilschnelles Stürmerduo mit dem ehemaligen Freiberger Shaibou Oubeyapwa und Francis Ubabuike. Gehrmann kann auf den Kader vom Mittwoch zurückgreifen. Es fehlen weiterhin Spielführer Steven Kröner (Schulterprobleme), Sven Schimmel (Außenbandriss) und der letztmalige gesperrte Patrick Fossi.

Wenn der FSV 08 Bissingen noch einmal in den Aufstiegskampf der Fußball-Oberliga eingreifen möchte, muss am heutigen Samstag (15 Uhr) im Auswärtsspiel beim Tabellenvorletzten FC Astoria Walldorf II unbedingt ein Sieg her. Die Nullachter treten in der Oberliga momentan auf der Stelle.

Durch die beiden 2:2-Unentschieden gegen den FV Ravensburg und in der Vorwoche beim FC 08 Villingen konnten die Bissinger keinen Boden gutmachen. „In unserer derzeitigen Situation helfen uns Unentschieden nicht weiter, wir brauchen Siege. Die drei Punkte wollen wir uns am Wochenende auf jeden Fall in Walldorf mitnehmen“, sagte Bissingens Coach Andreas Lechner.

Das U 23-Team der Badener wartet bereits seit elf Ligaspielen auf ein Erfolgserlebnis. Der Rückstand für Walldorf (13 Punkte) auf das rettende Ufer ist mittlerweile auf sieben Zähler angewachsen. Dass sie sich noch längst nicht aufgegeben hat, bewies die Truppe am vergangenen Dienstag beim überraschenden 2:2-Remis gegen den Regionalligaabsteiger FC Nöttingen.

„Das wird kein einfacher Spaziergang für uns. Solche Spiele sind meistens schwierig, wenn das Ergebnis schon davor festzustehen scheint“, warnt Lechner. Für ihn steht das junge Astoria-Team überraschend so weit unten in der Tabelle. „Sie sind spielerisch stark, betreiben läuferisch einen hohen Aufwand und sind taktisch gut geschult. Wir haben uns in den letzten Jahren immer schwer gegen sie getan“, analysierte Lechner.

Bei seinem Team hat sich Ersatztorwart Moritz Welz bei der Arbeit eine Bänderverletzung zugezogen. Sein Part könnte entweder Niklas Laufenberg von den A-Junioren oder Torwarttrainer Frank Röser übernehmen. Luca Wöhrle hat sich in Villingen einen Nasenbeinbruch zugezogen und wurde mittlerweile operiert. Als Alternative könnte Oskar Schmiedel wieder in die Startelf rücken. Der 30-jährige Spielmacher fehlte zuletzt aus beruflichen Gründen.