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Handball

Bei der SG BBM Bietigheim kehrt der Spaß zurück

Bietigheim-Bissingen. Ursprünglich war von Vereinsseite ohnehin geplant, dass die SG BBM Bietigheim in dieser Saison ins Rennen um den Aufstieg von der 2. Bundesliga ins Oberhaus des deutschen Handballs eingreifen würde. Nach bislang eher enttäuschenden 21 Saisonspielen ist ein solcher Eingriff in den Aufstiegskampf heute im Heimspiel gegen TuS N-Lübbecke (19.30 Uhr) zwar möglich, jedoch nur in einer Nebenrolle – als Schützenhilfe für das Spitzenduo aus Hamburg und Gummersbach.

Denn während Lübbecke als Tabellendritter noch eine Menge Aktien im Kampf um den Aufstieg hat, richtet sich der Blick der SG derweil eher nach unten, um nicht noch in den Abstiegskampf hineinzurutschen. Zuletzt wurde dafür sogar der Trainer ausgetauscht: Auf Hannes Jón Jónsson folgte Brian Ankersen als Interimslösung bis Saisonende.

Erste Früchte trug der Trainerwechsel bereits am Mittwoch, als die SG bei TuS N.-Lübbecke überraschend ein 27:27-Unentschieden ergatterte. Es war Ankersens erstes Spiel als SG-Trainer, nachdem er erst am Montag das Team übernommen hatte. „Das ist einfach geil. Es war ein Erlebnis für immer“, sagte Ankersen nach dem Remis bei den Nordrhein-Westfalen.

Karnevalsstimmung in Kabine

„Nach den letzten Spielen ging es darum, Leistung zu zeigen, positive Energie reinzubringen und Spaß zu haben“, so Ankersen weiter. Letzteres bewiesen die Bietigheimer nicht nur auf dem Parkett, wo sie beinahe sogar einen Sieg eingefahren hatten, sondern auch danach in der Kabine. Dort herrschte „Karnevalsstimmung“, wie es der Pressesprecher der Gastgeber während der Pressekonferenz nach der Partie bezeichnete.

Die Freude war nachvollziehbar, hatten die Bietigheimer zuvor doch einen Sechs-Tore-Rückstand innerhalb der letzten 20 Spielminuten aufgeholt. „Es war eine Riesen-Mannschaftsleistung, das Spiel zu drehen“, freute sich Ankersen nach seinem Debüt: „Ich bin einfach happy.“ (pb)