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Bietigheim Favorit beim Lotto-Cup

Der glänzend besetzte Lotto-Cup am Wochenende in Ludwigsburg bietet einen Vorgeschmack auf die Handball-WM der Frauen, die im Dezember in Deutschland stattfindet. Rund 70 Nationalspielerinnen kommen mit 19 Mannschaften aus vier Ländern zum Turnier des SV Oßweil.

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Wie im Vorjahr will Nationalspielerin Janny Karolius (r.) mit Bayer Leverkusen beim Lotto-Cup angreifen.Foto: Baumann

Ludwigsburg. Das gibt es nur beim Lotto-Cup: Von den 29 in den beiden Bundesligen spielenden Frauenmannschaften sind zwölf – also über 40 Prozent – beim Turnier des SV Oßweil am Start. Angeführt wird das Teilnehmerfeld von sechs Erstligisten: Bietigheim, Leverkusen, Neckarsulm, Nellingen, Bad Wildungen und Bensheim-Auerbach. Turnierfavorit ist die SG BBM Bietigheim. Gefahr droht dem deutschen Meister und Champions-League-Teilnehmer vor allem von Bayer Leverkusen. Die „Werkselfen“ haben sich mit namhaften Neuzugängen verstärkt. Zum dritten Mal in Folge will die Neckarsulmer SU ins Finale einziehen. Trainer Emir Hadzimuhamedovic setzt vor allem auf die aus Bietigheim gekommenen Ann-Cathrin Giegerich und Linda Mack.

Zu beachten ist die HSG Bensheim-Auerbach. Die „Flames“ werden nach dem Aufstieg hoch gehandelt. Bereits drei Turniersiege in der Barockstadt feierten die „SchwabenHornets“ des TV Nellingen. Für ein Novum könnte Tessa Bremmer sorgen: Lotto-Cup-Siege als Spielerin und Trainerin – das gab es noch nie. Die Niederländerin gewann 2013 als Spielerin mit der HSG Bad Wildungen, jetzt will sie dieses Kunststück als Trainerin der „Vipers“ wiederholen. Trotz stärkster internationaler Konkurrenz gab es beim Lotto-Cup bisher nur deutsche Siege. Jetzt versuchen vier internationale Teams, die begehrte Trophäe ins Ausland zu entführen. Erstmals am Start sind die Tschechinnen von Sokol Pisek. Aus der Schweiz kommen der vierfache Meister LK Zug und GC Ami Zürich, aus den Niederlanden der PSV Eindhoven.

Aus der 2. Bundesliga sind die „Kurpfalzbären“ Ketsch, die Trierer „Miezen“, Sachsen Zwickau, HCD Gröbenzell, FSG Waiblingen/Korb und die SG H2Ku Herrenberg dabei. Das Teilnehmerfeld komplettieren TSV Kandel und SG BBM Bietigheim 2 aus der 3. Liga Süd sowie mit FSG Ober-Eschbach/Vortaunus der Meisterschaftsfavorit der 3. Liga Ost.

Rund drei Monate vor der WM im eigenen Land stehen die Nationalspielerinnen im Blickpunkt. Mit Jenny Karolius, Katja Kramarczyk (beide Leverkusen), Antje Lauenroth, Luisa Schulze und Kim Naidzinavicius (alle Bietigheim) zeigen fünf Akteurinnen des deutschen WM-Kaders beim Lotto-Cup ihr Können.

Internationale Asse am Ball

Von Australien bis Dänemark, von Japan bis Brasilien, aus Rumänien, Polen, Slowenien, der Slowakei, Tschechien, Polen, der Schweiz und anderen Ländern stammen die rund 70 Nationalspielerinnen, die beim Lotto-Cup zur Harzkugel greifen. Die bekanntesten sind die Bietigheimerinnen Nina und Susann Müller (Deutschland), Valentyna Salamakha (Aserbaidschan), Tess Wester, Maura Visser, Angela Malestein (Niederlande), Fie Woller (Dänemark), Fernanda Franca Da Silva (Brasilien).

Eine Auswahl weiterer Nationalspielerinnen: Leverkusen setzt auf Branca Zec (Slowenien), Zivile Jurgutyte (Litauen) und Sally Potocki (Australien). Bad Wildungens Rumänin Laura Vasilescu war die zweitbeste Torjägerin der letzten Bundesligasaison. Mit Sanne Hoekstra und Sarah van Gulik (Niederlande) sowie Ivana Sazdovski (Mazedonien) verfügt Bensheim-Auerbach über internationale Klasseleute. Neckarsulm baut auf die Tschechin Alena Vojtiskova. Auch bei den ausländischen Gästen und den Zweitligisten sind viele Nationalspielerinnen am Ball. Beim LK Zug beispielsweise Sibylle Scherer, bei Trier Japans Torhüterin Yuko Minami.