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FrauenHandball

Bietigheim kassiert in Dortmund erste Niederlage

Mit einer Niederlage, der ersten in dieser Bundesligasaison, beendeten die Bietigheimer Handballerinnen das Jahr 2019. Im Spitzenspiel bei Borussia Dortmund unterlag die SG BBM 38:32 und verpasste damit die Tabellenführung.

Die Bietigheimerin Karolina Kudlacz (links) gibt Dortmunds Merel Freriks das Nachsehen. Foto: Hans-Wilhelm Lindemann
Die Bietigheimerin Karolina Kudlacz (links) gibt Dortmunds Merel Freriks das Nachsehen. Foto: Hans-Wilhelm Lindemann

Bietigheim-Bissingen. Nichts ging mehr in Dortmund-Wellinghofen. Weil die Halle wegen Überfüllung geschlossen wurde, mussten zahlreiche Fans wieder den Heimweg antreten. Nichts ging auch für die SG. Nach einem verheißungsvollen Start – nach vier Minuten führte der deutsche Meister 4:1 – leistete sich Bietigheim einige Ungenauigkeiten und ließ Borussia so ins Spiel kommen.

Nach dem Dortmunder 4:4-Ausgleich begegneten sich die beiden Formationen zunächst auf Augenhöhe. Weil die Weltmeisterinnen Kelly Dulfer und Merel Freriks das Zentrum der aggressiven BVB-Abwehr dicht machten, legte die SG ihre Angriffe breit an. Fie Woller und Angela Malestein kamen zu Treffern oder holten Siebenmeter heraus, die Kim Naidzinavicius souverän verwandelte.

Beim 11:11-Zwischenstand nach 20 Minuten hatte Bietigheim die Chance, in Überzahl vorzulegen. Das Gegenteil passierte. Das Viadukt-Team kassierte trotz einer Spielerinnen mehr zwei Treffer. Ein Knackpunkt im SG-Spiel!

Die Gastgeberinnen legten sofort nach und beim 15:11 nach 22 Minuten sah sich BBM-Coach Martin Albertsen gezwungen, seine zweite Auszeit zu nehmen. Die fruchtete nicht wirklich. Das lag auch an Kelly Vollebregt. Dortmunds holländische Rechtsaußen stahl den insgesamt sechs Oranje-Weltmeisterinnen auf dem Feld die Schau und traf Bietigheim mit ihren Treffern ins Mark. Mit 20:16 wurden die Seiten gewechselt. Dank der starken Torhüterin Rinka Duijndam behauptete Dortmund seinen Vorsprung. Beim 25:21 sorgte ihre Gegenüber Dinah Eckerle bei Bietigheim für Optimismus. Sie wehrte einen Siebenmeter von BVB-Spielmacherin Alina Grijseels ab und im Gegenzug verkürzte Angela Malestein auf 25:22.

Der Impuls verpuffte. Die SG wirkte unkonzentriert, brachte fünf Minuten lang kaum einen vernünftigen Angriff zusammen. Der Rückstand wuchs auf 29:22. Bietigheim setzte in den letzten Minuten alles auf eine Karte. Fie Woller, Angela Malestein und Antje Lauenroth deckten Dortmunds Rückraum offensiv und die SG kam auf 33:29 heran. Dortmunds Coach André Fuhr warnte nach dem Sieg vor zu großer Euphorie. „Wir freuen uns über den Erfolg und dass wir als Tabellenführer ins neue Jahr gehen. Aber das sagt noch nichts aus. Wir werden jetzt die Gejagten sein.“ Dortmund steht mit jetzt 18:0 Punkten vor Blomberg-Lippe (16:2) und Bietigheim (15:3). SG-Coach Martin Albertsen war unzufrieden. „Das war nicht das Bietigheim, das ich kenne.“

SG BBM: Eckerle, Salamakha; Visser, Lauenroth, Aardahl (3), Berger (2), Loerper, van der Heijden (5), Schulze, Kudlacz-Gloc (4), Naidzinavicius (8/6), Gautschi, Woller (3), Malestein (7), Braun. (joh)