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Handball

Bietigheimer Aufholjagd gestoppt

Der VfL Gummersbach lässt der SG BBM am Samstagabend keine Chance. Beim 31:17 hat der Spitzenreiter der 2. Handball-Bundesliga auf jeden Kniff der Bietigheimer die passende Antwort parat.

Gummersbachs Timm Schneider (links) entwischt Patrick Rentschler und setzt zum Wurf an. Foto: Eibner
Gummersbachs Timm Schneider (links) entwischt Patrick Rentschler und setzt zum Wurf an. Foto: Eibner

Gummersbach. Die Aufholjagd der SG BBM Bietigheim in der 2. Handball-Bundesliga wurde in Gummersbach gestoppt. Nach zuvor zwei Siegen unterlag das Viadukt-Team beim Spitzenreiter 17:31 und belegt mit 6:10 Punkten Platz 16 unter den 19 Teams.

Ein freudiger Tag war es nur für Christian Schäfer. Der Linkshänder wurde zum zweiten Mal Vater, seine Frau brachte am Samstag eine Tochter zur Welt. Deshalb fehlte Bietigheims Routinier in Gummersbach. Der Ausfall des Torjägers war einer der Gründe für die hohe Niederlage.

Ohne Schäfer enttäuschte die rechte Angriffsseite. Martin Urban, Dominik Claus und Tim Dahlhaus feuerten zwar 20 Mal aufs Tor, kamen zusammen aber nur auf drei Treffer. Auch ihre Mitspieler blieben gegen die VfL-Keeper Matthias Puhle und Diogo Valerio, die über 50 Prozent aller Würfe abwehrten, zu oft zweiter Sieger. Kreisläufer Patrick Rentschler ärgerte sich nicht nur über die Abschlussschwäche. „Wir hatten zu viele technische Fehler, Probleme in der Abwehr und waren von unserem normalen Niveau weit entfernt.“

Gummersbachs Alexander Hermann brachte sein Team früh auf Siegkurs. Der Österreicher erzielte bereits in der Anfangsviertelstunde fünf Treffer. BBM-Trainer Hannes Jón Jónsson reagierte und ließ Hermann durch Mario Urban in Manndeckung nehmen. Das zahlte sich zunächst aus. Der VfL verlor seinen Rhythmus, Bietigheim kam von 11:5 auf 11:8 heran. Eine unglückliche Zeitstrafe stoppte die SG. Beim Kampf um einen Abpraller kam Urban gegen Hermann einen Tick zu spät, rutschte in den Gummersbacher und musste für zwei Minuten vom Feld. Die numerische Überlegenheit nutzten die Gastgeber, um ihren Vorsprung bis zur Pause auf 15:10 auszubauen.

Nach dem Wechsel sorgte der Tabellenführer schnell für klare Verhältnisse. Gegen die aggressive VfL-Abwehr gelang Bietigheim in den ersten zehn Minuten nur ein Treffer. Mit einem 5:1-Lauf zum 20:11 sorgte der elffache deutsche Meister für die Vorentscheidung. Hannes Jón Jónsson gab sich noch nicht geschlagen. Der Isländer stellte auch Janko Bozovic einen Sonderbewacher auf die Füße, er versuchte es nochmals mit einer 6:0-Abwehrformation und brachte im Angriff den siebten Feldspieler. Aber Gummersbach hatte auf jede SG-Taktik die passende Antwort.

Beim Stand von 27:17 wechselte VfL-Coach Gudjon Valur Sigurdsson Robin Haller ein. Entgegen seinem sonstigen Naturell suchte der langjährige Bietigheimer Publikumsliebling nicht den direkten Weg zum Tor, sondern hielt sich angesichts des Spielstandes merklich zurück. Der VfL erhöhte dennoch auf 31:17. Bereits am Mittwoch kann die SG die Scharte wieder auswetzen. Dann gastieren die Rimpar Wölfe in der Sporthalle am Viadukt.

SG BBM: Edvardsson, Lehmann; Vlahovic, Rentschler (3), Claus (1), Öhler, de la Pena, M. Urban (2), Dahlhaus, Link (3), Asmuth (2), Barthe (4/1), L. Urban, Boschen, Marcec (1), Fischer (1).

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