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EHF-pokal

Deutlicher Auswärtserfolg für SG-Handballerinnen

Die Bietigheimer Handballerinnen haben gestern im EHF-Cup den zweiten Sieg gefeiert. Durch das 34:20 bei CS Magura Cisnadie ist die SG das einzig verlustpunktfreie Team der Gruppe A.

Angela Malestein trifft gegen Cisnadie acht Mal. Archivfoto: Baumann
Angela Malestein trifft gegen Cisnadie acht Mal. Foto: Baumann

Bietigheim. Cisnadie. Den deutlichen Sieg haben die Handballerinnen der SG BBM Bieitgheim vor allem der gut funktionierenden Abwehr zu verdanken. Maura Visser und Luisa Schulze machten die Mitte zu, die nach 20 Minuten ins Spiel gekommene Valentyna Salamakha vereitelte viele Chancen von Cisnadie. Bietigheim startete bestens, führte nach fünf Minuten bereits 4:0 und lag auch in der restlichen Spielzeit stets vorn. Spielerische Höhepunkte blieben aber weitgehend auf der Strecke. Gegen die defensive 6:0-Abwehr der Rumäninnen tat sich das Viadukt-Team schwer, klare Chancen herauszuspielen. Das konnte verschmerzt werden, weil die engagierte BBM-Defensive viele Bälle eroberte und Konter einleitete. Die Hälfte der 34 SG-Treffer fiel nach Gegenstößen, der zweiten Welle oder schnellen Anspielen. Davon profitierten vor allem die Außen: Angela Malestein (8 Tore), Fie Woller (5) und Kim Braun (2) liefen Cisnadies Verfolgerinnen immer wieder davon.

Der Rückraum der Enzstädterinnen war nicht so torgefährlich, leistete sich einige Ballverluste. Die ließen die Gastgeberinnen bis auf 15:13 herankommen. Beim Pausenstand von 16:13 sprach viel für die SG, doch kurz nach Wiederanpfiff klingelten bei Bietigheim die Warnglocken. Die Montenegrinerin Jasna Boljevic, mit elf Treffern beste Werferin ihres Teams, und Oana-Valentina Apetrei, stellten den 16:15-Anschluss her, zudem war Cisnadie in Überzahl.

Die Hoffnung der 1000 einheimischen Fans auf den Ausgleich machte Anna Loerper zunichte. „Lumpi“ tankte sich durch, sorgte für das 17:15 und leitete damit eine ganz starke Phase ein. Innerhalb von vier Minuten zog die SG auf 21:15 davon.

Cisnadie reagierte mit einer Auszeit, die aber vor allem Bietigheim nutzte. Martin Albertsen tippte sich mit dem Finger gegen die Stirn und sagte: „Hier oben sind wir jetzt da!“. Sein Team hatte gut zugehört. Die aufmerksame Abwehr ließ den Rumäninnen fast keine Chance und die SG konnte ihren Vorsprung auf 26:16 ausbauen. Kurz danach stand es bereits 30:17. Am Ende sprang ein klarer 34:20-Sieg heraus.

Das nächste EHF-Cup-Duell steigt am Samstag beim Tabellenzweiten im dänischen Esbjerg. Zuvor erwartet die SG am Mittwoch (20 Uhr, Halle am Viadukt) in der Bundesliga das Schlusslicht Halle-Neustadt.

Gestern wurden ebenfalls die beiden anderen Viertelfinalpartien um den DHB-Pokal ausgespielt. Nach der SG BBM und TuS Metzingen qualifizierten sich der Thüringer HC (durch ein 24:19 gegen Borussia Dortmund) und Halle-Neustadt ( durch ein 35:31 gegen Bayer 04 Leverkusen) für das Final Four in Stuttgart.

SG: Eckerle, Salamakha; Visser, Rozemalen (2), Lauenroth (1), Ivancok (2), Loerper (2/1), van der Heijden (5), Schulze (4), Kudlacz-Gloc (3), Woller (5), Malestein (8), Braun (2). (joh)