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2. Handball-Bundesliga
Geschwächte SG BBM Bietigheim gegen HC Elbflorenz wie verwandelt

Erleichterte Bietigheimer freuen sich über den ersten Sieg im ersten Heimspiel. Foto: Baumann
Erleichterte Bietigheimer freuen sich über den ersten Sieg im ersten Heimspiel. Foto: Baumann
Erster Sieg im zweiten Spiel: Gegen den HC Elbflorenz zeigt die SG BBM Bietigheim das, was sie eine Woche zuvor gegen Potsdam hat vermissen lassen – trotz einiger Ausfälle.

Bietigheim-Bissingen. Die letzte seiner 13 Paraden durfte Konstantin Poltrum besonders bejubeln. Auf dem Ball sitzend reckte der Torhüter der SG BBM Bietigheim auf der eigenen Torlinie die Arme in die Höhe und sah, wie die letzten Sekunden der Zweitliga-Partie gegen den HC Elbflorenz hinunterliefen. Spielentscheidend war die Parade allerdings nicht mehr. Denn mit 33:31 sicherten sich die Ellentäler am Sonntag dank einer couragierten Leistung den ersten Saisonsieg im zweiten Spiel – und das mit einer ziemlichen Rumpftruppe.

Denn bei der SG fehlten neben den Langzeitverletzten Patrick Rentschler, Tim Kaulitz, Alexander Pfeifer und Paco Barthe auch Torhüter Fredrik Genz, Rechtsaußen Christian Schäfer sowie Jan Asmuth. So standen gleich sechs nach der Jahrtausendwende geborene Spieler im Kader.

Unbeeindruckt von Auftaktniederlage gegen VfL Potsdam

Gänzlich unbeeindruckt von all den Wermutstropfen sowie der 23:27-Niederlage zum Auftakt beim VfL Potsdam starteten die Bietigheimer voller Selbstvertrauen in die Partie. Mit bissiger Verteidigung und schnellem Angriffsspiel ging das Team von Trainer Iker Romero mit 4:1 in Führung. „Die Mannschaft hat sehr gut gekämpft“, lobte der zufriedene Spanier nach Spielende. Während Poltrum alleine in der ersten Spielhälfte acht Paraden verbuchte, zog im Angriff der Spanier Juan de la Pena die Fäden. Zudem forcierten die Ellentäler immer wieder Ballverluste der Gäste. Max Öhler war einer der Nutznießer davon. Der Rückraumspieler der SG, der notgedrungen auf Linksaußen auflief, stürmte alleine auf das Elbflorenz-Tor zu und verwandelte sicher zum 12:8. Die Führung wuchs bis zur Halbzeit gar auf 16:11 an, in die die Bietigheimer vom Großteil der 801 Zuschauer in der Viadukthalle mit tosendem Applaus verabschiedet wurden.

Max Öhler überzeugt in ungewohnter Rolle

„Es braucht schon noch Zeit und wird auch nie perfekt, aber ich gebe mein Bestes“, sagte Öhler über die Aufgabe auf der ungewohnten Position, auf der er zu vier Treffern kam.

In der zweiten Hälfte kam allerdings noch einmal Spannung auf. Die Gäste aus Dresden kämpften sich langsam zurück in die Partie, während den Bietigheimern kaum noch Stopps in der Verteidigung gelangen. Die Folge war ein munteres Scheibenschießen, in dem die SG sich zum Spielende abgeklärter zeigte. Dominik Claus, mit sechs Toren bester Werfer der SG, stemmte sich mit drei Treffern in Serie gegen die Bemühungen der Sachsen um den überragenden Lukas Wucherpfennig (9 Tore). Spätestens mit dem Treffer von Alexander Velz zum 33:30 eine Minute vor Spielende war die Partie entscheiden.

„Geil! Die Einstellung, wie wir gekämpft haben – das war komplett anders als in Potsdam, wir haben uns in jeden Ball reingeschmissen“, freute sich Öhler. Das war auch dem Gegner aufgefallen: „Bietigheim war viel aggressiver, hat viel mehr investiert“, sagte Elbflorenz-Coach Rico Göde.

SG BBM Bietigheim: Poltrum, Kanters – Claus (6), Fischer (5), Velz (5), de la Pena (5), Wiederstein (4), Öhler (4), Vlahovic (2), Hejny (1), Lopez Lozano (1),