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Frauenhandball
Handball-Bundesligist SG BBM Bietigheim legt Grundstein für Sieg gegen Leverkusen mit 7:1-Blitzstart

SG-Coach Markus Gaugisch. Foto: Baumann
SG-Coach Markus Gaugisch. Foto: Baumann
Souverän meisterten die Bietigheimer Handballerinnen die Hürde Bayer Leverkusen. Die SG BBM gewann 37:19 (20:11) und führt mit 40:0 Punkten die Bundesliga-Tabelle an.

Bietigheim-Bissingen. Falls sich Leverkusen Hoffnungen gemacht hatte, dass die SG nur das Nötigste tun würde, so platzten diese frühzeitig. Bietigheim legte einen Blitzstart hin, führte nach acht Minuten bereits mit 7:1. Ex-Nationalspielerin Saskia Lang, die mit dem Thüringer HC 2018 Meister wurde, lobte das Viadukt-Team „Man muss der Mannschaft Respekt zollen, wie konzentriert und diszipliniert sie jedes Spiel angeht. Es ist nicht einfach, nach emotionalen Europapokalspielen vor vielen Zuschauern und dem großen dabei erreichten Erfolg, unter der Woche als klarer Favorit zu einem Auswärtsspiel zu fahren und so fokussiert aufzutreten. Das macht wirklich Spaß.“

Den „Werkselfen“ fehlte nach längerer Corona-Zwangspause das Spielverständnis. Die BBM-Abwehr nutzte das gnadenlos aus, zwang Leverkusen mit aggressiver Deckungsarbeit zu Fehlern. Die vielen Ballverluste luden Bietigheim zum Kontern einluden. Trine Østergaard war eine dankbare Abnehmerin der Gegenstoßpässe. Die Dänin netzte schon in den ersten Minuten viermal ein. Auch Karolina Kudlacz-Gloc verbuchte bis zum 11:3 bereits vier Treffer. Die Polin roch geradezu, wohin Bayer passen würde und vollendete ihre Steals selbst.

Gaugisch wechselt früh durch

SG-Coach Markus Gaugisch hatte frühzeitig begonnen durchzuwechseln. Auf den Spielverlauf hatte dies keinen Einfluss. Stine Jørgensen kam von der Bank und traf dreimal in Serie aus dem Rückraum. Wiederholt konnte Leverkusen die SG-Spielerinnen nur auf Kosten von Strafwürfen bremsen. Die waren ein Geschenk für Kim Naidzinavicius: An ihrem 31. Geburtstag glänzte sie mit einer hundertprozentigen Wurfausbeute, setzte sechs Siebenmeter und einen Rückraumwurf in den Bayer-Kasten.

Nach dem 15:5-Zwischenstand deckten die „Werkselfen“ offensiver und konnten Bietigheim bis zum 20:11-Pausenstand etwas einbremsen. Was zum Spielbeginn funktionierte, gelang der SG auch anfangs der zweiten Halbzeit. Erneut startete den Spitzenreiter mit einem 7:1-Lauf. Am Ende stand ein deutlicher 37:19-Sieg.

SG: Szikora, Moreschi, van der Linden; Lauenroth (2), I. Smits (1), Schulze (1), Kudlacz-Gloc (5), Naidzinavicius (7/6), Dulfer (2), X. Smits (3), Østergaard (4), Maidhof (2), Jørgensen (4), Behrend (4), Malá (2).