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Mundelsheimer Familie auf Lemgo eingeschworen

Ein ostwestfälischer Traditionsclub kann im Schwabenland auf seine vielleicht treuesten Anhänger bauen: Die Familie Michel aus Mundelsheim ist seit 13 Jahren dem Handball-Bundesligisten TBV Lemgo verbunden.

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Manfred, Edeltraud und Marina Michel 2014 mit Lemgos damaligen Spieler und jetzigem Trainer Florian Kehrmann (zweiter von links).Foto: privat

Ludwigsburg. mundelsheim. Manfred Michel, seine Frau Edeltraud, Tochter Marina und Schwiegersohn Robin drücken dem zweifachen deutschen Meister und dreimaligen Pokalsieger nicht nur kräftig die Daumen, sondern feuern ihren Herzensclub auch bei dem ein oder anderen Heimspiel in Lemgo sowie bei Gastspielen in der näheren Umgebung wie in Göppingen, Stuttgart oder Mannheim an.

„Wir sind eine handballverrückte Familie“, stellt das 56 Jahre alte Familienoberhaupt Manfred (Spitzname Joul) fest. Der Postbeamte mischt bei seinem Heimatverein seit über 40 Jahren mit – als Jugendtrainer, Abteilungsleiter und inzwischen als technischer Leiter der TVM-Handballabteilung. Michel: „Da bin ich für die ganze Spielplanung zuständig.“ Jetzt ist ein sehnlicher Wunsch der Familie in Erfüllung gegangen. Manfred Michel hat es nach mehreren Anläufen geschafft, Bundesligist Lemgo für ein Freundschaftsspiel nach Mundelsheim zu locken. Am 20. Juli misst sich der TBV um 19.30 Uhr in der Käsberghalle mit Landesligist TVM.

Sozusagen mit dem „Virus Lemgo“ infiziert wurden die Michels vor 13 Jahren bei einem Bundesligaspiel zwischen Frisch Auf Göppingen und dem TBV. „Lemgo hatte damals viele deutsche Spieler, das hat mir imponiert“, erinnert sich Manfred Michel.

Tochter Marina war ganz begeistert vom Spieler Florian Kehrmann, der 2007 mit der deutschen Mannschaft Weltmeister wurde und heute Trainer der Lemgoer ist. Autogramme, Trikots und Schweißbänder wurden gesammelt, die Mitgliedschaft beim TBV-Fanclub „Lemgoer Hexen“ war die logische Folge.

Da durfte dann auch ein erfolgreicher Heiratsantrag in der Lemgoer Lipperlandhalle nicht fehlen, den Robin seiner Marina vor rund eineinhalb Jahren in der Halbzeitpause eines Bundesligaspiels machte.

Manfred Michel musste in der abgelaufenen Saison kräftig zittern, denn sein Lieblingsclub schaffte erst auf den letzten Drücker den Klassenverbleib – und kommt jetzt als Erstligist nach Mundelsheim.