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Champions League

Nächster Rückschlag für SG-Frauen

Die SG BBM Bietigheim hat auch ihr zweites Saisonspiel in der Champions League verloren. Die Handballerinnen unterlagen Buducnost Podgorica aus Montenegro in der MHP-Arena mit 23:30 – trotz gutem Start vor 1137 Zuschauern.

Kein Durchkommen: Bietigheims Maren Aardahl (Mitte) wird von Sanja Vujovic (links) und Djurdjina Jaukovic gestoppt. Foto: Baumann
Kein Durchkommen: Bietigheims Maren Aardahl (Mitte) wird von Sanja Vujovic (links) und Djurdjina Jaukovic gestoppt. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Mit leerem Blick holten sich die Handballerinnen der SG BBM Bietigheim zaghaften Applaus ab und verließen mit finsterer Miene das Spielfeld der MHP-Arena. Nach der 23:30-Niederlage gegen Buducnost Podgorica machte sich beim deutschen Meister Ratlosigkeit breit.

In der Bundesliga ungeschlagener Tabellenführer, in der Champions League gestern auch im zweiten Spiel deutlich unterlegen. „Wir sind noch nicht in der Champions League angekommen. Da müssen wir jetzt als Team Lösungen finden. Denn wir haben den Traum, auch nach Weihnachten noch international zu spielen“, sagte Trainer Martin Albertsen nach der Partie vor 1137 Zuschauern. Die ersten drei Teams jeder Vierergruppe qualifizieren sich für die Hauptrunde. Bietigheim belegt vorerst den letzten Platz.

Unsicherheiten schleichen sich ein

Dabei waren die Bietigheimerinnen gut in das Spiel gestartet und durch einen Doppelschlag von Außenspielerin Angela Malestein mit 2:0 in Führung gegangen. Auch in der Folge hatte die SG das Spiel im Griff. Doch Mitte ersten Hälfte schlichen sich erste Unsicherheiten ein. Nach einem Fehlpass von Carolina Kudlacz-Gloc glichen die Gäste erstmals zum 5:5 aus, in der 21. Minute gingen die Montenegrinerinnen beim 10:9 erstmals in Führung. „Ich weiß nicht, wie das passieren konnte. Wir müssen uns das nochmal anschauen“, sagte Albertsen zum Leistungsabfall, der sich in der zweiten Hälfte deutlich verschlimmerte.

Ein 3:0-Lauf der Gäste zum 17:12 zwang Albertsen schon nach 2:27 Minuten gespielten Minuten im zweiten Abschnitt zur Auszeit. Dennoch gelang Buducnost ein weiterer Treffer zur Sechstoreführung. Fortan rannte die SG hinterher. Um den Rückstand nochmal aufzuholen, waren die Lücken in der Bietigheimer Abwehr aber viel zu groß. „Wir haben die Power und die Cleverness vermissen lassen“, stellte Angela Malestein fest. „Unsere Fehler wurden jedesmal bestraft.“ Vor allem Djurdjina Jaukovic nutzte diese Freiheit mit sieben Treffern. Während die Gäste aufblühten und anschließend jubelnd über das Spielfeld hüpften, fand Bietigheim nie ins Spiel.

Die SG, die in der Bundesliga wie gewohnt souverän von Sieg zu Sieg eilt, kann bisher auf europäischem Niveau nicht mithalten. Das musste auch Albertsen feststellen: „Wir spielen bisher noch nicht auf Champions-League-Niveau.“

SG BBM: Eckerle; Visser (1), Lauenroth, Aardahl (3), Berger, van der Heijden (5), Kudlacz-Gloc, Naidzinavicius (5/3), Woller (4), Malestein (5), Braun.

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