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Handball

Neue Ziele im Bottwartal im Visier

Die aktuelle Saison in der 3. Liga der Handballfrauen ist längst abgebrochen, die SG Schozach-Bottwartal stellt derzeit die Weichen für die kommende Runde: Mit dem Dänen Hans Christensen hat der Verein einen neuen Cheftrainer engagiert.

Hans Christensen will die SG Schozach-Bottwartal in der 3. Liga etablieren. Foto: Baumann
Hans Christensen will die SG Schozach-Bottwartal in der 3. Liga etablieren. Foto: Baumann

Beilstein. Die Langhanssporthalle war in den vergangenen Wochen wegen einer PCB-Belastung im Beilsteiner Herzog-Christoph-Gymnasium zum Klassenzimmer umfunktioniert worden. An Handball war da nicht zu denken. Doch das neue SG-Trainergespann Hans Christensen und Co-Trainerin Miriam Bohm hat immerhin fast das Team zusammen, mit dem im Spätsommer in der 3. Liga wieder gestartet werden soll.

„Wir haben eine gute Truppe beieinander“, äußert sich der 48-Jährige zufrieden, „die Mannschaft ist homogen, wir haben erfahrene und auch sehr junge Spielerinnen dabei.“ Mit der 18-jährigen Linkshänderin Sophie Räuchle von der SG BBM Bietigheim hat der Sportliche Leiter Michael Gramsch zuletzt ein weiteres Talent für die Rechtsaußenposition als Neuzugang vermeldet. Zuvor hatte bereits die Zweitliga-Akteurin Lisa Loehnig vom HC Rödertal den Bottwartal-Handballerinnen ihre Zusage für die neue Runde im Rückraum gegeben, wie auch Linksaußen Natascha Weber aus Ketsch. Aus der eigenen Jugend rückt mit der Jugendnationalspielerin Lara Däubler ein junges Talent in den Kader auf.

Das SG-Eigengewächs Luisa Niederdorfer kommt aus Neckarsulm zurück und soll über die zweite Mannschaft an den linken SG-Rückraum herangeführt werden. Abgänge hat das Team nach dem Weggang von Coach Michael Stettner im Sommer zum TSV Weinsberg ebenfalls: Svenja Mann hofft in Neckarsulm auf Erstligaeinsätze, Routinier Denise Geier will ihre Karriere beenden und dem Team nur noch interimsweise aushelfen. Luisa Riek ging zum TV Flein, Cinja Wehe will kürzertreten und der Verbleib der einstigen Erstligaspielerin Svenja Kaufmann war noch nicht ganz sicher.

Auch wenn die SG auf der Kreisposition noch personell nachbessern möchte und mit Tanja Brunn und Lotta Gerstweiler Langzeitverletzte hat, glaubt Christensen an ein Spitzenteam. „Ich gehe nicht ins Bottwartal, um gegen den Abstieg zu spielen“, sagt der bei Mühlacker lebende Däne, der zuletztdie SG-BBM-Bietigheim-II-Frauen coachte und zuvor die Männer des SV Kornwestheim in die dritte Liga führte.

„Der Klassenerhalt wäre bei diesem Team auch ein unglaubwürdiges Saisonziel“, fährt er fort. Mitte Juni will Christensen den Trainingsbetrieb mit seinen neuen Schützlingen aufnehmen. Abwarten müsse man bei Lotta Gerstweiler, wie sie nach ihrem Kreuzbandriss nach Weihnachten wieder in Tritt kommt. Als oberstes Saisonziel nennt Christensen jedoch nach knapp zwei Coronajahren einen ganz anderen Wunsch: „überhaupt einmal wieder eine ganze Saison zu Ende spielen zu können“.

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