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2. Handball-Bundesliga

SG BBM spürt wieder festen Boden

In den Schlussminuten hielt es die 2622 Zuschauer in der Ege Trans-Arena nicht mehr auf ihren Sitzen: Die Handballer der SG BBM Bietigheim sind nach dem 32:26 (15:12)-Sieg gegen den VfL Gummersbach wohl endgültig in der 2. Bundesliga angekommen.

Dynamisch: Auch Nikola Vlahovic (am Ball) traf gegen Gummersbach.Foto: Baumann
Dynamisch: Auch Nikola Vlahovic (am Ball) traf gegen Gummersbach. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Nach dem vermeidbaren Abstieg aus der ersten Liga, der am letzten Spieltag der vergangenen Saison ausgerechnet mit einem Remis gegen Mitabsteiger Gummersbach besiegelt wurde, fand die SG nur schwer Tritt im Handball-Unterhaus. „Das war vom Kopf her schwierig. In der Bundesliga waren wir immer der Underdog, konnten einfach alles raushauen. Jetzt war die Situation ganz anders“, hatte Trainer Hannes Jon Jonsson eine Erklärung für die Probleme.

Jochen Zürn, der Sportliche Leiter der Bietigheimer, sah das ähnlich: „Man hat am Anfang der Saison gesehen, was ein Abstieg aus einem macht. Da schleichen sich Unsicherheiten ein.“

Abläufe funktionieren besser

Mittlerweile funktionieren die Abläufe immer besser, Rückschläge werden besser weggesteckt. „Wir arbeiten auf dem Feld konzentrierter und leisten uns weniger technische Fehler“, freute sich Rechtsaußen Christian Schäfer, der am Samstagabend drei Tore zum Erfolg gegen Gummersbach beisteuerte.

Für die SG war es der dritte Sieg in Folge und er war am Ende hochverdient. Denn gegen den zwölfmaligen deutschen Meister, der nach 53 Jahren Erstliga-Zugehörigkeit auf ungewohntem Terrain agiert, geriet Bietigheim nicht einmal in Rückstand. Robin Haller, nach Gummersbach gewechseltes SG-Urgestein, wurde in der alten Heimat mit herzlichem Applaus empfangen, war aber kein Faktor im Spiel des VfL.

Dagegen trumpfte bei den Gastgebern, bei denen Ex-Nationalspieler Michael Kraus klug und mit viel Übersicht Regie führte, Tim Dahlhaus ganz groß auf. „Überragend“ nannte Zürn die Leistung des 26-Jährigen, dessen Würfe zumeist ihr Ziel fanden und der nach 60 Minuten mit zehn Toren auftrumpfte und von den Gästen nicht zu bremsen war.

Gummersbach, das zuletzt sieben Mal in Folge als Sieger vom Platz gegangen war, haderte häufig mit den Entscheidungen der beiden Schiedsrichterinnen Tanja Kuttler und Maike Merz, doch ausschlaggebend war eher die Dynamik, mit der Bietigheim auftrat. „Wir sind langsam wieder in der Spur“, merkte Schäfer an.

SG: Müller, Maier; Vlahovic (1), Rentschler (4), Claus (1), Öhler, Kraus (2), Schäfer (3/2), Rönningen, Dahlhaus (10), Link (4), Asmuth (2), Boschen, Emanuel, Marcec (2/2), Fischer (3).

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