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Spitzentreffen der beiden Abonnement-Meister

Das Spitzenspiel der Frauenhandball-Bundesliga steigt heute, 19.30 Uhr, in der Ludwigsburger MHP-Arena: Beim Duell der SG BBM Bietigheim mit dem Thüringer HC treffen zwei siegreich in die Saison gestartete Teams aufeinander.

SG-Routinier Antje Lauenroth (am Ball) erwartet erneut ein hart umkämpftes Spiel.Foto: Baumann
SG-Routinier Antje Lauenroth (am Ball) erwartet erneut ein hart umkämpftes Spiel. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Die Begegnungen zwischen der SG und dem Team aus Erfurt waren oft die Höhepunkte der Saison. Seit 2011 gingen alle Meistertitel nach Thüringen (7 x) und Bietigheim (2 x). In der letzten Runde wurde zwar Dortmund zum härtesten SG-Rivalen, der THC zählt aber nach wie vor zu den besten deutschen Mannschaften.

Antje Lauenroth erwartet auch heute eine hart umkämpfte Partie: „Das wird der erste richtige Härtetest für uns. Um zu gewinnen, müssen wir uns gegenüber dem ersten Spiel steigern“, fordert die dienstälteste BBM-Spielerin. Die gelernte Kreisläuferin geht seit 2015 für die SG auf Torjagd. Nachdem sie im Nationalteam zur Linksaußen umfunktioniert wurde, besetzt sie diese Position auch verstärkt in Bietigheim. Für Trainer Markus Gaugisch ein großer Vorteil: „Antje ist von außen enorm treffsicher, und wenn sie einläuft, haben wir am Kreis mit ihr und Luisa Schulze zwei überragende Spielerinnen.“

Doppelrollen ist Antje Lauenroth gewohnt: Sie ist Kriminaloberkommissarin bei der Ludwigsburger Polizei. „Ich bin die einzige Spielerin bei uns, die parallel zum Handball auch arbeitet.“

Umbruch auch beim Thüringer HC

Für THC-Trainer Herbert Müller sind Dortmund und Bietigheim die Topfavoriten. Der gewiefte Taktiker sieht aber auch für seine Mannschaft eine Chance: „Wenn wir im Konzert der Großen mitspielen wollen, müssen wir über die mannschaftliche Geschlossenheit, den Teamspirit und Kampfgeist kommen.“

Die Thüringer vollzogen wie die SG einen Umbruch. Alicia Stolle und Emily Bölk wanderten nach Ungarn ab, Iveta Koresova wurde im August Mutter. Zehn neue Spielerinnen kamen zum THC. Der Auftakt konnte sich sehen lassen. Die Türkin Asli Iskit machte beim 30:22-Sieg in Ketsch mit tollen Rückraumtoren auf sich aufmerksam, die Schweizerin Kerstin Kundig gefiel als Regisseurin und gefährliche 1:1-Spielerin.

Bietigheim hofft auf personelle Entspannung. Von den Verletzten sollen zumindest die gegen Bad Wildungen geschonten Karola Kudlacz-Gloc und Trine Östergaard das Team heute gegen den THC verstärken.

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