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SV Kornwestheim gewinnt Abwehrschlacht in Pforzheim

Handball-Drittligist verbucht zum Auftakt einen 27:24-Auswärtssieg – Torwarttrainer Welz gibt sein Comeback und hält Siebenmeter – Kazmeier steuert acht Tore bei

Nichts verlernt: Pascal Welz. Archivfoto: Baumann
Nichts verlernt: Pascal Welz. Foto: Baumann

Kornwestheim. Der SV Kornwestheim hat in der 3. Handball-Liga am Samstagabend einen perfekten Saisonstart hingelegt: Die Mannschaft von SVK-Coach Alex Schurr besiegte die TGS Pforzheim mit 27:24 (14:13).

„Das war gleich eine sehr fokussierte Leistung“, freute sich Schurr. Nebenbei durfte Pascal Welz seine durch die Coronakrise verpasste Abschiedsvorstellung nachholen: Durch den Saisonabbruch in der vergangenen Runde konnte sich der Keeper zu seinem Karriereabschluss nicht mehr im Kasten präsentieren, als Torwarttrainer lieferte er in Pforzheim bei seinem Comeback eine Glanztat ab: Er wehrte in der Schlussphase nach seiner Einwechslung einen Siebenmeter ab.

Schurr räumte ein, dass seine Schützlinge nach der langen Pause nervös ins Spiel gingen: „Man weiß nicht, wo man steht.“ Die Kornwestheimer schafften durch Marvin Flügel nach zwölf Minuten zwar das 7:5, absetzen konnten sie sich jedoch nicht. Als die Pforzheimer das Spiel drehten, spielte Zugang Jan Döll seine Erfahrung aus: Der bundesligaerfahrene Rückraumakteur zeigte auch hinten seine Klasse und störte die Gastgeber mit gelungen Abwehraktionen immer wieder. Der SVK fing sich, ehe Flügel die 14:13-Halbzeitführung markierte.

In der zweiten Hälfte stellten die Gäste nach rund 38 Minuten die Weichen auf Sieg: 19:20 lagen sie zurück, in der 47.Spielminute traf Felix Kazmeier zur 25:20-Führung. Gleich drei Balleroberungen in Folge wurden konsequent zu eigenen Toren genutzt. „Am Ende war es eine echte Abwehrschlacht“, fand Schurr, der das richtige Näschen bewies: In der 53.Minute schickte er Welz beim Siebenmeter ins Tor, der als zweiter Torhüter für den am Finger verletzten Niko Henke wieder auf der Bank Platz genommen hatte. Welz parierte und Kazmeier entschied die Begegnung mit seinem Treffer zum 27:23. „Passi ist ja eigentlich schon in Handball-Rente“, freute sich Schurr für seinen Torwarttrainer nach dem 27:24-Sieg, „in der ganzen Spielzeit hat Jan David eine tolle Leistung im Tor abgeliefert, aber bei den Siebenmetern hatte er einfach bis dahin kein Glück.“

SVK: David, Welz – Reusch (6), Flügel (3), Tinti (3), Zeppeister (3), Kugel (1), Hiller (3), Kazmeier (8/3), Schoeneck, Lantella, Döll, Hellerich.

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