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SVK: Familiär und sympathisch

Die Kornwestheimer Handballer starten mit Neuzugang Julius Emrich in die 3. Liga

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Fünf Neue beim SV Kornwestheim (v.l.): Adrian Awad, Julius Emrich, Christian Wahl, Alex Steffens, Trainer Alexander Schurr. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Kornwestheim. In der 3. Handball-Liga Süd der Männer fällt der Startschuss für die Hallenrunde 2017/18. Dabei wird das Feld von den Vertretern aus Württemberg mit insgesamt 16 Teilnehmern dominiert. Aus dem Bezirk Enz-Murr mischen mit dem SV Kornwestheim und dem HC Oppenweiler/Backnang zwei Mannschaften mit, während Absteiger TV Neuhausen/Erms, VfL Pfullingen, TSB Horkheim, Aufsteiger TSV Neuhausen/Filder und HBW Balingen-Weilstetten 2 die württembergische Truppe komplettieren.

Nach nur einer Runde ist der SV Kornwestheim wieder zurück in der 3. Liga. Und hat als erste Herausforderung die Partie bei der TGS Pforzheim vor sich. Mit Alexander Schurr vom Baden-Württemberg-Oberligisten SV Remshalden präsentiert der SVK als Nachfolger des Dänen Hans Christensen einen neuen Trainer. Mit insgesamt fünf Neuzugängen will Kornwestheim das Ziel Klassenverbleib angehen.

Beim kommenden Gegner aus der Goldstadt, der seit der Runde 2012/13 in der 3. Liga spielt, sitzt mit Andrej Klimovets der ehemalige weißrussische Nationalspieler auf der Bank. Nachdem die TGS in der vergangenen Runde auf einem starken 3. Platz abschloss, gehen die Badener als Favorit in diese Auftaktpartie.

Der einstige Bundesliga-Kapitän der SG BBM Bietigheim, Julius Emrich, ist die spektakulärste Verstärkung des Oberligameisters aus Kornwestheim. Der Kreisläufer brennt auf einen guten Start im SVK-Trikot am Samstagabend (19 Uhr).

Herr Emrich, wie lief die Vorbereitung bis jetzt?

Julius Emrich: Sehr gut. Das Team ist sehr homogen und trainiert akribisch. Die Truppe macht Spaß!

Sind Sie diese Art von Vorbereitung so gewohnt oder lief das in Bietigheim in den letzten Jahren anders?

In Bietigheim wurde zweimal am Tag trainiert, was die Kombination mit einem Vollzeitjob sehr aufwändig macht. In Kornwestheim werden die Athletikeinheiten ins Abendtraining integriert, so ist alles etwas entspannter.

Was ist denn Ihr Eindruck vom SVK, wie unterscheiden sich die Vereine?

In Bietigheim gibt es professionelle Rahmenbedingungen und ganz andere finanzielle Möglichkeiten. Die Handballabteilung des SV Kornwestheim ist familiär und sympathisch geführt, es herrscht eine große Wohlfühlatmosphäre.

Hat der Ex-Bundesligaakteur Emrich noch etwas Sonderurlaub bekommen zuletzt?

Da ich am 10. Juni das letzte Bundesligaspiel bestritten hatte und die Vorbereitung in Kornwestheim bereits am 12. Juni begonnen wurde, wurden mir zwei Wochen Sonderurlaub zugestanden. Meine Sommerpause war also wesentlich kürzer als die meiner Kameraden…

Wie ist die Kornwestheimer Zielsetzung für die Runde?

Wir wollen uns in der Liga etablieren und mit dem Abstieg möglichst wenig zu tun haben.

Wo sehen Sie die größten Schwächen und Stärken im Team?

Die Truppe ist zwar noch sehr jung und in Teilen neu zusammengestellt, dafür aber sehr engagiert und zielstrebig. Die Mannschaft wird sich im Verlauf der Hinrunde noch finden müssen, hat aber großes Potenzial.

Wie koordinieren Sie nun SVK und die berufliche Tätigkeit, passt das?

Ich gehe ins Geschäft und verkaufe Autos und danach gehe ich in die Halle und werfe Bälle ins Tor – das passt!