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Handball

Talent Berger begeistert Handball-Fans der SG

Nationalspielerin vertritt Weltmeisterin Angela Malestein beim 31:29-Erfolg über Lada im EHF-Cup mit Bravour

Amelie Berger in Aktion.Foto: Baumann
Amelie Berger in Aktion. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Mit einem 31:29-Sieg gegen HC Lada Togliatti ist SG BBM Bietigheim erfolgreich in den EHF-Cup der Handballfrauen gestartet. Der deutsche Meister dominierte gegen Russlands „Vize“, schaffte es aber lange nicht, einen entscheidenden Vorsprung herauszuwerfen. Das lag vor allem an der erst 18-jährigen Elena Mikhaylichenko. Die erzielte bereits bis zum 19:17 nach 36 Minuten zehn ihrer insgesamt zwölf Treffer und zeigte, warum sie als Russlands größtes Talent gilt. BBM-Trainer Martin Albertsen adelte die junge Rückraumspielerin nach der Partie: „Das wird schon bald eine der besten Handballerinnen der Welt sein.“

Als die SG Mikhaylichenko aggressiver bekämpfte und bei Überzahlsituationen in Manndeckung nahm, konnte man sich bis zur 48. Minute auf 26:21 absetzen. Die Fünf-Tore-Führung ließ Bietigheim aber nachlässig werden. Sechs schlampige Minuten mit mehreren Ballverlusten ermöglichten Togliatti eine Aufholjagd zum 27:26. Auch beim 28:27, 29:28 und 30:29 hielten die Gäste Anschluss. Die von Laura van der Heijden freigespielte Antje Lauenroth stellte in der Schlussminute vom Kreis mit dem 31:29 die Weichen auf Sieg. Dinah Eckerle machte kurz danach mit einem gehaltenen Siebenmeter den Deckel drauf.

Ladas Trainer Alexey Alekseev sieht die SG im EHF-Cup auf einem guten Weg: „Das ist die stärkste Mannschaft unserer Gruppe.“ Martin Albertsen war nach der unterhaltsamen Begegnung „sehr, sehr zufrieden“ und freute sich, dass er vor dem Pokal-Hit am Mittwoch in Dortmund ohne Leistungsverluste häufig wechseln konnte. Bereits nach 20 Minuten hatte der Däne alle Spielerinnen zum Einsatz gebracht.

Die Ausfälle der erkrankten Luisa Schulze und Angela Malestein wirkten sich gegen Lada nicht aus. Malesteins Vertreterin Amelie Berger begeisterte die 889 Zuschauer in der Viadukthalle mit fünf sehenswerten Treffern vom rechten Flügel. Die starke Leistung der 20-jährigen Linkshänderin hat auch mit der WM in Japan zu tun, bei der sie als Jüngste im Team die längste Einsatzzeit aller deutschen Spielerinnen erhielt: „Ich konnte viel Erfahrung sammeln, die ich einbringen kann.“ Bietigheims guter Auftritt dürfte auch dem künftigen Coach Markus Gaugisch gefallen haben, der sich unter die Fans gemischt hatte. Zusammen mit ihrer beim Zweitligisten Waiblingen spielenden Schwester Aaricia besuchte Nationalspielerin Xenia Smits vom französischen Meister Metz das Spiel. Das löste unter den Fans Spekulationen über einen Wechsel zur SG aus. Smits führte aber private Gründe für den Abstecher an die Enz an.

SG BBM: Eckerle, Salamakha; Visser (4/3), Lauenroth (2), Aardahl (4), Berger (5), Loerper, van der Heijden (6), Kudlacz-Gloc (1), Naidzinavicius (3/1), Gautschi (1), Woller (4), Braun (1). (joh)