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Frauenhandball

Tür zur deutschen Meisterschaft steht weit offen

Bietigheimer Handballfrauen spielen gegen HSG Blomberg-Lippe: Bei einem Sieg winkt der Titel, wenn Thüringen gegen Göppingen verliert

Ludwigsburg. Vier Punkte aus vier Spielen brauchen die Bietigheimer Bundesliga-Handballerinnen noch, dann ist der Titel sicher. Zwei davon sollen heute Abend (20 Uhr) in der Halle am Viadukt gegen die die HSG Blomberg-Lippe geholt werden. Im Idealfall könnten die auch schon für die Meisterschaft reichen.

Die Erinnerung an den knappen Spielausgang in Neckarsulm treibt Trainer Martin Albertsen noch immer um: „Wir stehen gegen jeden Gegner unter Druck. Gegen uns hat niemand etwas zu verlieren, aber alle wollen uns schlagen. Wir sind bisher gut damit gefahren, niemanden zu unterschätzen. Das muss auch in den letzten vier Spielen unser Ziel sein.“

Wegen der körperlichen Strapazen der letzten Wochen stand vor der Partie gegen Blomberg die Erholung im Vordergrund. Statt Hallentraining wurden individuelle Regenerationsläufe und Krafttraining absolviert. Allerdings nicht von allen Spielerinnen. Die zum erweiterten Kreis der Nationalmannschaft zählenden Bietigheimerinnen waren von Montag bis Mittwoch in Bad Urach gefordert. Im Vorfeld der Heim-WM im Dezember nahmen Ann-Cathrin Giegerich, Antje Lauenroth, Kim Naidzinavicius, Luisa Schulze und Linda Mack an einem Regionallehrgang des DHB teil. Seit Donnerstag ist das SG-Team wieder komplett im Training und heiß auf den Titel.

Die Gäste aus Ostwestfalen, früher sportliche Heimat der BBM-Akteurinnen Isabell Roch und Angela Malestein, stehen mit 16:28 Punkten auf Platz zehn, haben den angestrebten Klassenerhalt in der Tasche. Blomberg könnte es locker angehen lassen. Wer das glaubt, kennt den Ehrgeiz des HSG-Trainers nicht. André Fuhr will immer gewinnen. Das Spiel in Bietigheim sieht der 46-jährige Handballlehrer, der auch das erfolgreiche Internat der HSG leitet, als besondere Herausforderung: „Es freut mich, dass mit Bietigheim ein deutscher Verein in einem Europacup-Finale steht. Das zeigt aber auch, dass die Mannschaft topbesetzt ist. Wir wollen das Tempo mitgehen, müssen aber aufpassen, nicht unter die Räder zu kommen.“

Für Fuhr wäre es keine Überraschung, wenn der neue deutsche Meister schon am Samstag feststehen würde. „Der Thüringer HC könnte wegen seiner personellen Probleme in Göppingen in Gefahr geraten. Verliert der THC und die SG gewinnt gegen uns, ist Bietigheim Meister – wenn ich richtig gerechnet habe.“ Hat er. Darf bei der SG BBM bereits am Samstag gejubelt werden?