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Handball

Zwei Hammerspiele für die SG bis Weihnachten

Zweiter! Diese ebenso gute wie überraschende Platzierung würde SG-Trainer Hartmut Mayerhoffer gerne bis zum Saisonende verteidigen. Doch bis dahin stehen noch 21 Spiele aus. Darunter zum Abschluss der Vorrunde zwei ganz besonders schwere Begegnungen.

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Stehen heute Abend unter Erfolgsdruck (von links): Paco Barthe, Patrick Rentschler und Robin Haller von der SG BBM Bietigheim.Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Heute gastiert um 19.30 Uhr Dessau-Roßlau in der Ege Trans-Arena und am folgenden Freitag steigt das Schwaben-Derby der 2. Handball-Bundesliga in Balingen. „Das sind zwei absolute Hammerspiele“, ordnet Mayerhoffer die vorweihnachtlichen Aufgaben ein. Mit dem Dessau-Roßlauer HV 06 kommt die nach dem Spitzenreiter Bergischer HC auswärtsstärkste Mannschaft der 2. Liga nach Bietigheim. 13:5 Punkte hat das Team aus Sachsen-Anhalt bisher auf fremdem Terrain gesammelt. Dazu trug vor allem eine Serie von zehn Spielen ohne Niederlage bei.

Zuletzt verlor der DRHV aber ausgerechnet das Ost-Duell gegen den abstiegsgefährdeten EHV Aue. Für Mayerhoffer ist das kein Grund, die Gäste zu unterschätzen. „Wir, ja eigentlich fast ganze Liga, tun uns gegen Dessau-Roßlau enorm schwer. Die enorm aggressive Abwehr, die zudem verschiedene Deckungssysteme ausgezeichnet beherrscht, schmeckt niemand.“

Der DRHV-Kader ist auf jeder Position doppelt gut besetzt. „Die haben das ganz schlau gemacht“, lobt Mayerhoffer. Aus den Leistungszentren der Erstligisten hat Dessau Talente geholt, die den Sprung ins Oberhaus nicht gleich geschafft haben, und sechs routinierte Tschechen dazugestellt.“ Die Mischung passt. Dafür sorgt Uwe Jungandreas. Der trainierte neben dem SC DHfK Leipzig schon den SC Magdeburg und führte Dessau-Roßlau in die 2. Liga. Erfolgreichster DRHV-Werfer ist der 22-jährige Spielmacher Vincent Sohmann (103 Tore), vor dem 31-jährigen Linkshänder Tomas Pavlicek (58).

Dessau-Roßlau ist mit 22:12 Punkten Sechster, die SG mit 25:9 Zweiter. Die Abstände sind nur gering, selbst der Neunte Nordhorn-Lingen liegt nur vier Zähler hinter Bietigheim. „Die Freude über den zweiten Platz ist groß, aber wenn man zwei Spiele verliert, geht es ganz schnell sechs, sieben Plätze runter“, warnt Mayerhoffer. Das soll aber nicht passieren. Der BBM-Coach setzt darauf, dass sein Team gegen Dessau-Roßlau den nächsten Sieg einfährt. „Es wird echt schwer, aber wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und wissen was zu tun, um zu gewinnen.“