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Bietigheimer Boxer Di Stefano Ruiz empfiehlt sich für Kampf in Las Vegas

Triumph in Los Angeles: Leonardo Di Stefano Ruiz.Foto: LDSR Boxing
Triumph in Los Angeles: Leonardo Di Stefano Ruiz.Foto: LDSR Boxing
Leonardo Di Stefano Ruiz gewinnt in Los Angeles erneut nach einem technischen K.o. Der Niederschlag gegen Lokalmatador Jose Leon war der zehnte Sieg im zehnten Profikampf des Bietigheimers und der neunte Knockout seiner Karriere.

Ludwigsburg. Mit seinem linken Kopfhaken schickte der Bietigheimer den 30-jährigen Jose Leon im Hotelcasino The Commerce von Los Angeles in der ersten Runde nach nur zwei Minuten auf die Bretter. Es war für den 27-jährigen „El Nino“ („der Junge“) der zehnte Profisieg nach zehn Kämpfen, der neunte durch einen Knockout im Superweltergewicht bis 69,8 kg.

Sieben US-Kampfangebote folgten innerhalb von zwei Stunden nach dem Kampf für den Italo-Spanier. Ein Angebot darunter sogar für einen Kampf in Las Vegas. Der Herausforderer aus Bietigheim schwebt nach seinem unerwarteten Sieg und den zahlreichen Offerten im siebten Himmel. „Ich bin überglücklich über meinen Sieg. Er hat mir mehr Bekanntheit und bessere Kampfangebote gebracht“, sagte Di Stefano Ruiz und fügte hinzu: „Ich war noch nie vor einem Kampf so aufgeregt. Die Kulisse und die Organisation im Hotelcasino waren auf einem Weltklasse-Level.“

Boxweltmeister begleitet Di Stefano

Im großflächigen und hell beleuchteten Hotelcasino The Commerce tauchte der Herausforderer aus Bietigheim bei seiner Vorstellung auf einem Podest auf. Unter Rauchwolken führte „El Nino“ Faustschläge vor. Im Hintergrund ertönte der Flamenco-Hit „Tu mira“, als der 1,75 Meter große Bietigheimer in Begleitung des ehemaligen Boxweltmeisters Oscar Negrete den Saal durchschritt und in den Ring stieg. „Oscar hatte mich richtig motiviert, indem er mich an meine Familie erinnert hat“, sagte Ruiz.

Danach ging es zwischen den Seilen schnell zur Sache: Ruiz lenkte den offensiv kämpfenden Jose Leon mit Schlägen zum Körper ab.

Der Kampf war auf acht Runden angesetzt. Doch nach nur zwei Minuten in der ersten Runde war schon Feierabend für den favorisierten US-Boxer: Nach einem Kinnschlag lag Leon für einige Minuten auf dem Boden. Die 5000 Zuschauer sprangen von ihren Sitzen zum Jubel auf. „Das hatte sich so angefühlt, als hätte der FC Bayern ein Tor geschossen“, sagte Ruiz.

Hoffen auf Offerte aus Las Vegas

Mehrere Hundert Kinder, Erwachsene und Rentner baten den Boxtänzer nach seinem Triumph um Autogramme und Selfies. „Da gab es kein Halten mehr“, sagte Ruiz. Mit seinem Betreuerteam fuhr Ruiz zum Taco-Essen in die zwei Stunden entfernte mexikanische Metropole Tijuana.

Bis spät in die Nacht wurde gefeiert: „Ich bin müde, aber glücklich. Ich freue mich schon auf meine nächste USA-Herausforderung. Hoffentlich in Vegas.“