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Bundesliga-Mix

Hugo Boisvert.Foto: Baumann
Hugo Boisvert. Foto: Baumann

Naach dem ersten punktlosen Wochenende der Saison hat Trainer Hugo Boisvert die Schwachstelle beim Eishockey-Zweitligisten Bietigheim Steelers schnell ausgemacht. „Wir haben derzeit große Probleme, Tore zu schießen.“ Das 0:2 auf eigenem Eis gegen Bad Nauheim und die schmerzhafte 1:4-Niederlage im Nachbarschaftsderby bei den Heilbronner Falken dienten als Beleg für Boisverts Aussage.

Die Steelers, einst für ihre Offensivpower in der Liga gefürchtet, benötigen einfach zu viele Chancen für einen erfolgreichen Abschluss. Die Lage verschärfte sich am Sonntag im Spiel beim Spitzenreiter Heilbronn noch, als Topscorer Matt McKnight nach dem zweiten Drittel verletzungsbedingt nicht mehr aufs Eis zurückkehrte. „Das war entscheidend, der Ausfall tut uns richtig weh“, sagte Boisvert, der auch mit dem Powerplay seines Teams haderte: „Das läuft nicht, da müssen wir Lösungen finden.“

Nach 15 Spielen findet sich Bietigheim nur auf Platz acht wieder – ungewohnt für den mehrfachen DEL-2-Meister. Allerdings sind es auch nur drei Punkte auf den viertplatzierten Titelverteidiger Ravensburg, den die Steelers am Freitag um 17 Uhr in der Ege Trans-Arena empfangen. Und vor eigenem Publikum stimmt die Bilanz der Bietigheimer mit sechs Siegen und nur einer Niederlage.

HCL gewinnt Rossknecht-Cup

Hallenhockey-Erstligist HC Ludwigsburg hat am vergangenen Wochenende erneut den Rossknecht-Cup in Ludwigsburg genutzt, um die Hallensaison einzuläuten. HCL-Trainer Daniel Weißer nahm dabei bewusst in Kauf, dass seine Mannschaft gegen eingespieltere Teams erst einmal auf Betriebstemperatur kommen musste. Im zehn Mannschaften starken Feld war man selbst der einzige Erstligist, „der Großteil waren Regionalligisten“, so Weißer. „Die sind aber schon ein bis zwei Wochen im Training. Und das ist etwas anderes, als wenn man wie wir einen Kaltstart hinlegt“, sagt der Trainer.

Dementsprechend verlief auch das Turnier. „Am ersten Tag sind es dann immer etwas engere Spiele. Wenn die Jungs am zweiten Tag aber in Fahrt kommen und sich an die Halle gewöhnt haben, wird es deutlicher.“

Mit 10:3 gewann der HCL das Finale gegen den Wiesbadener THC. Mit dem Cup hat nun nicht nur die Vorbereitung auf das erste Spiel der Hallensaison am 7..Dezember begonnen, sondern auch der Kampf um Stammplätze. „In der Regel gibt es immer sechs bis acht Spieler, die in der Hallensaison pausieren, dieses Jahr wollen aber alle spielen“, so Weißer. Der Trainer ist daher zu Personalentscheidungen gezwungen und kündigt an, einige Spieler in den Oberligakader zu versetzen. Im Hockey-Oberhaus sieht er eine schwere Saison voraus: „Wenn wir die Klasse halten, wäre das überragend.“ Mit dem SC Frankfurt 1880 werde man in einer stark besetzten Sechsergruppe wohl die letzten beiden Plätze unter sich ausmachen.

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