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saisonfinale

Deutsche Turn-Asse in Ludwigsburg

Am Samstag geht für die deutschen Turnerinnen und Turner, aber auch für viele internationale Turnstars die lange WM-Saison zu Ende. Vor der verdienten Pause geht es in der Ludwigsburger MHP-Arena ab 13.30 Uhr aber noch um die deutschen Mannschaftsmeistertitel der Männer und Frauen.

Seriensieger: Die Turnerinnen des MTV Stuttgart gehen in Ludwigsburg als Titelverteidiger an den Start.Foto: Baumann
Seriensieger: Die Turnerinnen des MTV Stuttgart gehen in Ludwigsburg als Titelverteidiger an den Start. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Bei den Frauen sind die Seriensiegerinnen vom MTV Stuttgart auch morgen wieder Topfavorit. Es wäre der elfte Titel für den Rekordmeister aus Stuttgart. Allerdings blieben die Schwäbinnen in diesem Jahr nicht ungeschlagen: Anfang November gewann der TSV 1861 Tittmoning den dritten von vier Bundesligawettkämpfen. Der MTV zog dennoch ungefährdet in das Finale der besten vier Teams ein, das um 14 Uhr beginnt.

Auf Platz zwei der Saisontabelle landeten die finanziell gut aufgestellten Bayerinnen aus Tittmoning, vor der TG Karlsruhe-Söllingen und dem SSV Ulm 1846. Für den MTV Stuttgart gehen mit Kim Bui, Emelie Petz, Pauline Schäfer und Elisabeth Seitz gleich vier Turnerinnen aus dem WM-Kader an den Start. Für Seitz ist es ein ganz besonderer Wettkampf, sie studiert an der Ludwigsburger PH.

Tabea Alt ist noch verletzt

Dazu kommen weitere Turnerinnen aus dem Stuttgarter Kunst-Turn-Forum und die Belgierin Dorien Morten. Die Ludwigsburgerin Tabea Alt wird nicht turnen, sie wird immer noch am Rücken behandelt. Dass die Stuttgarterinnen die Titelverteidigung nicht als selbstverständlich sehen, zeigt die Verpflichtung der ehemaligen Balken-Weltmeisterin Schäfer zur Rückrunde.

Auch die anderen Teams sind mit deutschen Nationalturnerinnen in Ludwigsburg an den Geräten. Sophie Scheder turnt wie Lisa Zimmermann für Tittmoning, Isabelle Stingl für Karlsruhe-Söllingen. Verzichten müssen die Badenerinnen auf Leah Grießer, die am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt war. Für Ulm tritt neben Janine Berger, viertplatzierte am Sprung bei den Olympischen Spielen 2008, auch die Niederländerin Tisha Vollemann. Alles andere als eine Fortsetzung der Stuttgarter Siegesserie wäre eine riesige Überraschung.

Mehr Spannung verspricht das Finale der Männer. Im Vergleich zu den Frauen wird nicht nach Wertungspunkten geturnt, sondern in direkten Duellen der Turner um sogenannte Scorepunkte gekämpft. Der Unterschied in der Wertungsnote entscheidet über die Scorepunkte, die Reihenfolge der Turner legen die Trainer im Wettkampf spontan fest. Im Kampf um die Meisterschaft stehen sich die KTV Straubenhardt und die TG Saar gegenüber. Der einzige direkte Liga-Wettkampf der beiden Teams endete vor zwei Wochen 36:36-Unentschieden.

Auch bei den Männern (Beginn 18 Uhr) sind nationale und internationale Topturner in Ludwigsburg dabei: Mit Nikita Nagorny (Saar) und Artur Dalalayan (Schwäbisch Gmünd) ist der Mehrkampfmeister und Vize-Meister der WM in Stuttgart dabei. Aus dem deutschen WM-Kader sind Nick Klessing (Straubenhardt), Andreas Toba (Schwäbisch Gmünd), Lukas Dauser (Saar) und Philipp Herder (Siegerland) dabei. Einen Favoriten auf den Titel gibt es aufgrund der Ausgangslage nicht. In dieser Woche tauchte der Amerikaner Donnell Whittenburg auf der Kaderliste der Nordschwarzwälder auf. Der Muskelprotz scheint die Reaktion auf die vielen Verletzten im Kader der KTV zu sein, prominentester Ausfall ist Marcel Nguyen (Schulter-Operation).

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