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U20-Leichtathletik-WM
Deutscher Leichtathletik-Nachwuchs bei WM mit Favoriten und Außenseiterchancen

Hindernisläufer Kurt Lauer vom LAZ Ludwigsburg fährt mit breiter Brust nach Cali. Foto: Eibner
Hindernisläufer Kurt Lauer vom LAZ Ludwigsburg fährt mit breiter Brust nach Cali. Foto: Eibner
Anfang der Woche ist im kolumbianischen Cali der Startschuss für die ersten Wettbewerbe der U20-Weltmeisterschaft gefallen. Für die deutschen Nachwuchs-Leichtathleten geht es um den Einzug in die Halbfinals und Finals. Auch ein Hindernisläufer und eine Langstreckenläuferin aus dem Kreis sind am Start.

Ludwigsburg. Bereits am vergangenen Freitag haben die DLV-Nachwuchs-Asse ihr Vorbereitungstrainingslager in den USA beendet und sich nach Kolumbien aufgemacht, wo am Montag im Estadio Olímpico Pascual Guerrero der Jahreshöhepunkt begonnen hat. Zahlreiche deutsche Talente dürfen sich in Cali berechtigte Hoffnungen auf gute Platzierungen machen. 75 Athletinnen und Athleten hat der Deutsche Leichtathletik Verband (DLV) zu den Titelkämpfen entsandt. Unter den Nominierten sind mit dem Ludwigsburger „Sportler des Jahres 2021“, Kurt Lauer, und der 5000-Meter-Läuferin Kira Weis von der KSG Gerlingen auch zwei Teilnehmer aus dem Kreis Ludwigsburg.

Kuhn und Tsimopoulos nicht nominiert

Hammerwerferin Aileen Kuhn vom LAZ Ludwigsburg war trotz erreichter Norm knapp an der WM-Teilnahme gescheitert. Auch LAZ-Hürdenläufer Angelos Tsimopoulos hatte bei der deutschen Jugendmeisterschaft in Ulm mit einem furiosen Finallauf über 400 Meter Hürden in neuer persönlicher Bestzeit von 51,50 Sekunden die Qualifikation geschafft, fehlt nun aber im endgültigen DLV-Aufgebot.

Den beiden verbliebenen Kreis-Athleten dürfen allerdings nur geringe Chancen eingeräumt werden, in den Finalläufen ein Wörtchen mitreden zu können. Mit persönlicher Bestleistung von 8:51,70 Minuten steht Lauer in der Meldeliste der weltbesten 3000-Meter-Nachwuchs-Hindernisläufer auf Position 16. Die Topfavoriten – vor allem aus Marokko und Äthiopien – bringen Zeiten zwischen 8:20 und 8:30 Minuten auf die Bahn. Der Vorlauf über 3000 Meter Hindernis in Cali ist am Mittwochmorgen auf 9.35 Uhr Ortszeit (16.35 Uhr MEZ) terminiert. Das Finale ist am Schlusstag, Samstag, den 6. August, um 17 Uhr Ortszeit (0 Uhr MEZ).

Mit Kira Weis hat sich eine junge Athletin für die Weltmeisterschaft qualifiziert, deren Markenzeichen seit vielen Jahren ihre Vielseitigkeit ist. Die Läuferin der KSG Gerlingen ist zwischen der 800- und 5000-Meter-Distanz in allen Disziplinen – auch im Crosslauf – unterwegs. Im Jahr 2022 wurde sie in Sindelfingen deutsche U 20-Hallenmeisterin über 3000 Meter, 2021 war sie deutsche Meisterin im Crosslauf U18. In Cali ist Kira Weis für die 5000 Meter nominiert, ihre Bestzeit liegt bei 16:20,21 Minuten. Auch in dieser Disziplin sind afrikanische Läuferinnen favorisiert. Das Finale über 5000 Meter ist ebenfalls am Schlusstag unmittelbar vor dem Hindernisfinale der Männer um 16.25 Uhr (MEZ 23.25 Uhr).

Hoffnungsvolle Talente am Start

An hoffnungsvollen deutschen Talenten und Medaillenkandidaten mangelt es beim Jahreshöhepunkt nicht. Mit Weitspringer Oliver Koletzko (Wiesbadener LV) ist beispielsweise ein Athlet nach Kolumbien angereist, der bei den U20-Europameisterschaften in Estland mit Bestleistung von 7,98 Metern triumphierte. Im Kugelstoßen führt Tizian Lauria vom VfL Sindelfingen mit 21,15 Metern die Weltjahresbestenliste an. Mit dem U20-Weltrekord von 71,37 Meter im Diskuswurf ist Mika Sosna (TSG Bergedorf) für die WM gemeldet.

Stark vertreten ist das deutsche Team auch im Kugelstoßen der weiblichen Jugend. Nina Ndubuisi (SG Schorndorf 1846) krönte ihren Titel bei der Jugend-DM in Ulm mit einer Freiluft-Bestweite von 17,01 Metern. Auch die deutschen Staffeln dürfen sich gute Chancen auf vordere Plätze ausrechnen. So rangieren die weiblichen Staffeln sowohl über 4x100 Meter als auch über 4x400 Meter auf Platz zwei der Welt.