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Rudern
Doppeltes Gold für Ruderer des RV Marbach

David Keefer (links) und Jannik Metzger mit der Fahne des Marbacher Rudervereins. Foto: privat
David Keefer (links) und Jannik Metzger mit der Fahne des Marbacher Rudervereins. Foto: privat
Jannik Metzger und David Keefer vom Marbacher Ruderverein holen auf der deutschen U23-Meisterschaft Gold im Achter, Nicolai Keefer kommt mit dem leichten Schwaben-Vierer auf das oberste Treppchen am Fühlinger See.

Köln. Ein Feuerwerk der Glücksgefühle zündeten die Marbacher Ruderer am Wochenende auf dem Fühlinger See in Köln für ihre Fangemeinschaft auf der Tribüne. Der U23- Achter – vom Rennkommentator liebevoll mit der „kleine Deutschland-Achter“ betitelt – gewann in einem kraftvollen Start-Ziel-Sieg, in dessem Rennverlauf keine Fragen offenblieben. Auch wenn das grüne Schiff sich auf den ersten 750 Metern gegen den zweiten U23-Achter aus dem Bundesstützpunkt Dortmund zur Wehr setzen musste, so überzeugte die Physis der Ruderer spätestens auf der zweiten Streckenhälfte.

Der leichte Schwaben-Vierer sichert sich überraschend die Goldmedaille

Während Jannik Metzger sich schon im Vorfeld für die Nationalmannschaft und somit für die Weltmeisterschaft Ende Juli in Varese/Italien qualifiziert hatte, musste sein Marbacher Mannschaftskamerad Keefer noch eine „solide“ Leistung zeigen, um an das Thema „Ausfall von Leistungsüberprüfungen aufgrund einer Corona-Infektion“ einen Schlusspunkt zu setzen. Die Leistung war grundsolide und so stand auch für David Keefer der Nominierung für die Weltmeisterschaft 2022 nichts mehr im Wege. Überraschungsgold holte der Jüngere der Keefer-Brüder, Nicolai, mit dem „leichten Schwaben-Vierer“. Diese Renngemeinschaft des Marbachers mit Ruderern aus den beiden Stuttgartern Rudervereinen hatte bereits auf der internationalen Regatta in Ratzeburg Anfang Juni für Furore gesorgt.

Spannung bis zum Rennende

Auch im Vorfeld zu der deutschen U23-Meisterschaft boten die vier Ruderer wieder einmal jede Menge Spannung: So musste sich auch dieses Mal ein positiver Coronatest bis zum Meisterschaftsstart auf negativ stellen und Symptome beim Ruderer ausbleiben. Spannend dann auch das Rennen im Finale. Vom Start weg führte das Schwaben-Boot bis zur Streckenhälfte bei 1000 Meter vor dem Zweitplatzierten um einen knappen Bugkasten. Genau in der Mitte kam die Konkurrenz stark auf und zog vorbei, um bei 1500Meter nochmals über einen Spurt das Rennen vorzeitig für sich entscheiden zu wollen. Die Schwaben nahmen aber ihr Herz in die Hand und zündeten 400 Meter vor der Ziellinie den Turbo. 400 Meter, auf denen das Laktat die Muskeln jederzeit ausknocken kann, führten zu Gold auf der deutschen U23-Meisterschaft und auf das oberste Treppchen.