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Ein Enduro-Meister aus Marbach

Motorradfahrer Pascal Springmann feiert mit Platz drei Erfolg im Europa-Cup

Pascal Springmann zeigt stolz seine Bronzemedaille.Foto: Denis Günther
Pascal Springmann zeigt stolz seine Bronzemedaille. Foto: Denis Günther

Marbach.. Nach einigen Jahren in der deutschen Enduro Meisterschaft nahm Pascal Springmann vom MSC Marbach zum ersten Mal am international stark besetzten Super-Enduro Europa Cup teil. Bei der spektakulären und besonders zuschauerfreundlichen Disziplin des Enduro Sports nehmen 14 Fahrer gleichzeitig eine mit Hindernissen aus Baumstämmen, Betonröhren, Steinen und Sprüngen gespickte Strecke unter die Stollenreifen. Die Rennen werden in großen Arenen im Zuge der Weltmeisterschaft ausgetragen.

Die Rennserie brachte die Fahrer zum Saisonauftakt in der polnischen Stadt Krakau zusammen, danach folgte das Heimrennen im sächsischen Riesa, ehe es zum Saisonfinale in die Arena Budapest ging.

Als in der ausverkauften Arena von Krakau vor 14 000 Zuschauern zum ersten Mal das Startgatter fiel, hatte der Marbacher die schnellste Reaktion und führte das Feld in der ersten Runde an und fuhr schließlich trotz der kurzen, intensiven Renndistanz von fünf Minuten plus einer Runde als Vierter ins Ziel. Nach diesem Rennen war Springmann punktgleich mit dem Italiener Sonny Goggia, der jedoch das bessere Ergebnis im zweiten Rennen auf seinem Konto hatte und damit das Stechen um den Platz auf dem Podium gewann.

Heimrennen in Riesa

Zum Heimrennen im sächsischen Riesa waren Freunde, Familie und einige Mitglieder des MSC Marbach mitgereist, um ihren Fahrer zu unterstützen. Nachdem Springmann voriges Jahr das Rennen in der Sachsen- Arena gewonnen hatte, konnte er seine gute Form aus Polen zunächst bestätigen und zog wieder als Viertplatzierter ins Finale ein. Dann aber verhakte er sich mit einem anderen Fahrer und ging zu Boden. „Ich musste das Rennen mit Abstand als Letzter aufnehmen und startete eine kräfteraubende Aufholjagd, die auf Platz sechs endete“, so der Marbacher, der im zweiten Lauf wieder als Vierter die Zielfahne passierte.

Vor dem Finale in Ungarn lag Pascal Springmann auf dem vierten Platz in der Meisterschaft. Mit gerade einem Punkt Rückstand auf Platz drei war im Kampf um das Podium noch alles offen. Dann aber entpuppte sich der technische Teil als äußerst anspruchsvoll. Aufgrund von Sekundenbruchteilen scheiterte Springmann zum ersten Mal an der direkten Qualifikation und musste im Last-Chance Race antreten, das er mit Glück gewann.

Damit war die Qualifikation für das Europa Cup Finale doch noch gerettet. Voll fokussiert startete Springmann, musste dann aber noch zwei Fahrer ziehen lassen. Der dritte Platz bedeutete aber gleichzeitig Platz drei im Gesamtklassement des Super-Enduro Europa Cup. „Das ist mein bisher größter Erfolg. An die Siegerehrung in der Arena in Budapest werde ich wohl immer zurückdenken“, so Springmann.

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